Taction Technology beantragte laut Berichten vom 19. Oktober 2026 nach einem Jury-Urteil im Patentstreit mit Apple zusätzlichen Schadensersatz, Zinsen und laufende Lizenzzahlungen. Der Jury-Schadensersatz von rund 5,7 Milliarden US-Dollar und Tactions weitere Forderungen sind getrennte Beträge: Die zusätzlichen Zahlungen waren in den Berichten nicht als zugesprochen dargestellt.
Welche Verkäufe Taction zusätzlich berücksichtigt haben will
Im Streit geht es um die Taptic Engine, Apples Technik für haptisches Feedback, und zwei Patente von Taction. Eine Jury befand laut den Berichten, Apple habe diese Patente verletzt, und setzte einen Schadensersatz von rund 5,7 Milliarden US-Dollar fest.
Taction zufolge berücksichtigte die Berechnung Verkäufe nur bis März 2026. Das Unternehmen verlangte zusätzlichen Schadensersatz für sechs weitere Monate mit iPhone- und Apple-Watch-Verkäufen, bis September 2026.
Zinsen und laufende Lizenzzahlungen
Taction beantragte Zinsen für den Zeitraum vor dem Urteil, rückwirkend ab April 2021, mit einem vorgeschlagenen Jahreszinssatz von 7 Prozent. Außerdem verlangte das Unternehmen Zinsen ab dem Urteil sowie laufende Lizenzzahlungen bis zum 24. September 2035.
Zu den beantragten Bedingungen gehörten auch vierteljährliche Berichte über Apples US-Umsätze. Die Lizenzzahlungen sollten laut Tactions Antrag spätestens 30 Tage nach Ende des jeweiligen Quartals fällig sein.
Taction wollte die laufenden Lizenzzahlungen zudem auf das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max, die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 erstrecken. Das Unternehmen argumentierte, diese Modelle unterschieden sich nicht wesentlich von den Geräten, die nach dem Jury-Urteil Patente verletzten.
Apples Widerspruch
Apple bestritt die Patentverletzung und wollte das Jury-Urteil aufheben lassen oder ein neues Verfahren erreichen. Laut den Berichten vom 19. Oktober 2026 war bis dahin noch kein abschließendes Urteil ergangen.