Taiwans Regierung plant laut Medienberichten einen Industriepark im Umfeld des Tainan Science Park, der Technologien für die 1-nm-Fertigung unterstützen soll. Die Entwicklung des Standorts soll 2027 beginnen. Cheng-Wen Wu, Minister im taiwanischen National Science and Technology Council, beschrieb den Plan demnach bei der IEEE Asia Solid State Circuits Conference.

Was über den Standortplan bekannt ist

Wu nannte TSMC in den wiedergegebenen Aussagen nicht. Die Verbindung des Unternehmens mit dem Vorhaben ist eine Schlussfolgerung der Berichte, keine bestätigte Betreiberzusage. Auch der Zeitplan betrifft die Entwicklung des Standorts: Ein Termin für die Produktion von 1-nm-Chips ist damit nicht verbunden.

Die Bezeichnung 1 nm steht hier für eine Prozessklasse und nicht automatisch für die tatsächliche Größe eines einzelnen Transistors.

Der Standortplan und TSMCs Prozess-Roadmap

TSMCs N2-Prozess startete laut Unternehmen im vierten Quartal 2025 in die Volumenproduktion. TSMC nennt Fab 20 und Fab 22 als N2-Fertigungsstandorte. Das sind Angaben zum bestehenden N2-Prozess, nicht zum geplanten Industriepark.

Die Berichte beschreiben TSMCs separaten A14-Prozess als 1,4 nm und nennen 2028 als Ziel für die Volumenproduktion. Ein von Wccftech wiedergegebenes Lieferketten-Gerücht bezog sich auf eine mögliche Risikoproduktion von A14 in der zweiten Hälfte 2027. Risikoproduktion ist eine frühe Fertigungsphase, in der Anlagen getestet werden, bevor die Produktion in größerem Umfang anläuft. Dieses Gerücht betrifft A14, nicht den geplanten 1-nm-Standort.

Welche Infrastruktur die Planung berührt

Die Berichte nennen Fläche, Wasser und Ressourcen in der Lieferkette als wichtige Voraussetzungen für fortschrittlichere Fertigung. Diese Punkte stehen neben dem Standortvorhaben, legen aber keinen Produktionszeitplan für 1 nm fest.