Hewlett-Packard Enterprise hat den ursprünglichen Prototyp seines Projekts The Machine im November 2016 fertiggestellt, aber kurz darauf wurde es abgebrochen. Die Memristoren sind noch nicht bereit, die Welt zu erobern, aber die Idee, unsere Abhängigkeit von starren Prozessoren und Architekturen zu reduzieren und stattdessen auf riesige Speicherbänke und optische Schnittstellen zu setzen, bleibt bestehen. Das ermöglichte die „Rückkehr“ von The Machine, nun mit 160 Terabyte Speicher – ein neuer Rekord.

The Machine von Hewlett-Packard kehrt mit neuem Prototyp zurück
The Machine

Von der Knappheit zur Fülle

Die ersten Computer und Programme wurden aus der Knappheit heraus entworfen. Speicher war teuer, ebenso wie Speichermedien mit höherer Dichte. Wir alle waren gezwungen, effizient und wirtschaftlich zu sein, auch wenn das bedeutete, Geschwindigkeit zu opfern. Heute ist die Geschichte ganz anders. Eine Speicherkarte mit 64 GB kostet weniger als 20 Euro, neue Smartphones besitzen eine RAM-Menge, die mit Desktop-Computern vergleichbar ist, und einige Unternehmen versprechen bereits bis zu 100 TB an Solid-State-Speicher für Daten. Dennoch sehen wir in der Geschäftswelt viel fortschrittlichere und extremere Ziele. Das Konzept des Unified Memory präsentiert sich als erstklassige Lösung für die kritischsten Probleme des Webs, und hinter dieser Lösung finden wir The Machine.

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Die Architektur von The Machine

Hewlett-Packard Enterprise begann 2014 mit der Arbeit an The Machine, aber zwei Jahre später, nach Fertigstellung des ersten Prototyps, wurde das Projekt gestoppt. Damals hatte ein einzelner Server acht Terabyte Speicher geladen, aber diese Neuinterpretation von The Machine geht viel weiter. Es ist eine neue Architektur, die Verzögerungen durch Engpässe, Latenz und interne Übertragungen beseitigen will, indem alles auf Softwareebene in einer riesigen Speicherbank ohne Einschränkungen platziert wird. Der Prototyp verfügt über insgesamt 160 Terabyte Unified Memory (also: „ein einziger Adressraum“) und 40 Cavium-ThunderX2-Prozessoren (ARM) mit jeweils 32 Kernen, was die Gesamtzahl auf 1.280 Kerne bringt. Hinzu kommt die Unterstützung für photonische Schnittstellen, eine Technologie, die in Zukunft beeindruckende Skalierungen ermöglichen wird.

Derzeit sind die 160 Terabyte auf 40 Knoten verteilt, aber die offizielle Ankündigung von HPE nennt beeindruckende Zahlen. Sie haben ein Maximum von 4.096 Yottabyte vorgeschlagen, etwa unser gesamtes digitales Universum… multipliziert mit 250.000. Nun die Frage: Wie lange müssen wir warten, um diese Technologie in Rechenzentren zu sehen? Zwischen drei und fünf Jahren.

Offizielle Ankündigung: