Ubuntu 26.10 mit dem Codenamen „Stonking Stingray“ erschien am 15. Oktober 2026 zusammen mit zehn offiziellen Varianten. Wer Ubuntu 26.10 herunterladen möchte, findet im offiziellen Ubuntu-Release-Verzeichnis den Eintrag für Version 26.10; das Ubuntu Release Team bestätigte die Veröffentlichung und die zehn Varianten. Die Varianten unterscheiden sich vor allem durch ihre Desktop-Umgebungen.
Welche Desktop-Umgebung die Varianten bieten
Marcus Nestor ordnet in seinem Bericht bei 9to5Linux jeder offiziellen Variante eine Desktop-Umgebung und Version zu:
| Ubuntu-Variante | Gemeldete Desktop-Umgebung | Version |
| Edubuntu | GNOME | 51 |
| Kubuntu | KDE Plasma | 6.7.5 |
| Lubuntu | LXQt | 2.4 |
| Ubuntu Budgie | Budgie | 10.10.3 |
| Ubuntu Cinnamon | Cinnamon | 6.6 |
| Ubuntu Kylin | UKUI | 4.20 |
| Ubuntu MATE | MATE | 1.26 |
| Ubuntu Studio | KDE Plasma | 6.7.5 |
| Ubuntu Unity | Unity | 7.7 |
| Xubuntu | Xfce | 4.20 |
Nestor nennt außerdem einige Varianten-spezifische Änderungen: Ubuntu Budgie enthält ein Radio-Widget mit mehr als 1.000 Internetradiosendern und unterstützt Tages- und Nacht-Hintergründe. In Ubuntu Unity sind Lomiri Calculator, Files und Terminal standardmäßig enthalten. Ubuntu Cinnamon aktualisiert die Yaru-Themes; Ubuntu MATE setzt standardmäßig auf netplan und dracut statt auf ifupdown und initramfs-tools.
Zur Beta von Ubuntu 26.10 hatte NeoTeo bereits berichtet; die nun veröffentlichte Version bringt die Zwischenversion auf den regulären Release-Stand.
Wartung läuft bis Juli 2027
Ubuntu 26.10 ist keine LTS-Version. Ubuntu nennt für die Veröffentlichung und alle zehn Varianten neun Monate Wartung bis Juli 2027. Wer langfristig auf eine Ausgabe mit längerer Unterstützung setzen möchte, sollte diesen Zeitraum bei der Wahl berücksichtigen. Die Angaben stehen in den offiziellen Release Notes.
Upgrade-Angebote können später erscheinen
Die Veröffentlichung eines Installationsabbilds und das Angebot für ein direktes Upgrade sind getrennte Schritte. Ubuntu zufolge erscheinen Upgrade-Angebote für Zwischenversionen üblicherweise einige Tage nach der Veröffentlichung. Nutzer von Ubuntu 26.04 erhalten das automatische Angebot, wenn sie Benachrichtigungen für alle Ubuntu-Versionen aktiviert haben.
Ubuntu unterstützt aufeinanderfolgende Upgrades: von einer LTS-Version zur nächsten LTS-Version oder von einer Zwischenversion zur nächsten. Für ein verfügbares Upgrade nennt die Ubuntu-Anleitung den Befehl sudo do-release-upgrade. Vor dem Wechsel empfiehlt Ubuntu, Daten zu sichern, ausstehende Aktualisierungen zu installieren und die Release Notes zu lesen.
Welcher Kernel im Release-Abbild steckt
Ubuntu führt für das Abbild von Version 26.10 das Kernelpaket 7.3.0-9.9 auf. Es basiert auf dem Upstream-Kernel Linux 7.3-rc6; die genaue Paketversion und Grundlage stehen in den Release Notes.
Dort nennt Ubuntu auch mögliche Probleme auf bestimmten Geräten: Auf manchen Laptops mit zwei AMD-GPUs kann die Anzeige einfrieren; bei einigen Systemen mit Intel AX211 können Firmware-Abstürze und WLAN-Abbrüche auftreten. Für manche Laptops mit Snapdragon X2 Elite ist ein Tastaturproblem aufgeführt. Als mögliche Upgrade-Risiken nennt Ubuntu außerdem ins Leere zeigende Symlinks unter /lib32 und bestimmte ungewöhnliche /boot-Konfigurationen.