Epic bietet den Epic Games Launcher als native Linux-Preview im x86-64-AppImage an. Das bedeutet nicht, dass jedes Spiel aus der Bibliothek unter Linux läuft: Epic empfiehlt, die Kompatibilität für jeden Titel einzeln zu prüfen. In einem einzelnen Test auf openSUSE Tumbleweed meldete MuyLinux unter anderem Probleme mit dem Login, dem Store und der Controller-Erkennung.
Welche Linux-Systeme unterstützt Epic?
Epic listet Ubuntu 22.04 LTS oder neuer, Fedora 43 oder neuer und Debian 12 oder neuer als unterstützte Distributionen. Andere Distributionen können funktionieren, werden von Epic aber nicht offiziell getestet oder unterstützt. Als Mindestanforderungen nennt das Unternehmen einen 64-Bit-x86-64-Prozessor mit zwei Kernen und mindestens 2 GHz, 4 GB RAM sowie 2 GB freien Speicherplatz. Für die Einrichtung und Online-Funktionen ist eine Internetverbindung nötig; unterstützte installierte Spiele lassen sich auch offline nutzen. Epic stellte die überarbeitete Preview am 14. Oktober 2026 vor. Unsere frühere Meldung zum Start der Preview ordnet die Ankündigung ein. Die aktuellen Angaben zu Linux-Version und Anforderungen stehen auf Epics Produktseite zum Launcher.
Nativ bedeutet hier: Der Launcher selbst läuft unter Linux. Viele Spiele sind laut Epic jedoch Windows-Titel und können eine Kompatibilitätsschicht benötigen. Die Unterstützung des Launchers allein sagt deshalb noch nichts darüber aus, ob ein bestimmtes Spiel startet oder korrekt funktioniert.
Was mit Bibliothek und Spielständen passiert
Epic zufolge bleiben Käufe, installierte Spiele, Cloud-Spielstände und Fortschritt beim Wechsel zur Preview erhalten. Auch der Wechsel zwischen Preview und älterem Launcher soll diese Daten nicht beeinträchtigen. Einige Funktionen der älteren Version, darunter bestimmte soziale Funktionen und Optionen zur Kontoverwaltung, sind in der Preview noch nicht verfügbar.
Was MuyLinux beim frühen Test meldete
In einem am 15. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht schilderte MuyLinux einen einzelnen Test mit openSUSE Tumbleweed. Dabei traten laut dem Magazin ein unterbrochener Login-Ablauf, eine instabile Oberfläche und ein Zertifikatsfehler auf, der den Zugriff auf den Store blockierte. Außerdem wurden in diesem Test bei den meisten Spielen der Bibliothek Titelbilder vermisst, Controller nicht erkannt und Abstürze gemeldet, durch die sich mehrere Spiele nicht testen ließen. Diese Beobachtungen gehören zu dem von MuyLinux beschriebenen Test und seiner Distribution.
Warum Fortnite noch nicht dazugehört
Fortnite ist nicht Teil eines verfügbaren Linux-Angebots des Launchers. Epic plant, Easy Anti-Cheat Linux v2 zunächst in Fortnite zu erproben und die Technik zu validieren. Linux-Unterstützung für Fortnite knüpft Epic außerdem daran, dass die Lösung mit einer kritischen Masse von Distributionsverantwortlichen funktioniert; einen Veröffentlichungstermin nannte das Unternehmen in seiner Ankündigung zur Preview nicht.
Für diesen Anti-Cheat-Pfad nennt Epic signierte Kernel und Kernelmodule mit anerkannten Schlüsseln, TPM 2.0, aktiviertes Secure Boot und Measured Boot, IOMMU bei Geräten außer Handhelds, Kernel-Lockdown im Integritätsmodus, deaktiviertes kexec sowie ein aktives BPF LSM. Epic zufolge lädt EAC Linux v2 kein Anti-Cheat-Kernelmodul; ein systemd-Dienst startet mit einem geschützten Spiel und endet, wenn das Spiel geschlossen wird. Epics technische Beschreibung von EAC Linux v2 zufolge unterstützt das Steam Deck derzeit nicht die dafür erforderlichen Funktionen. Epic spricht mit Valve über mögliche künftige Unterstützung.