Drei Vorsitzende von Ausschüssen des US-Repräsentantenhauses baten Nvidia-Chef Jensen Huang um ein gemeinsames Briefing unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In ihrem Schreiben vom 4. November 2026 schlagen sie den 18. November als Termin vor. Huang soll bis zum 11. November zusagen oder einen anderen Termin vorschlagen. Die Mitteilung des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses beschreibt ein vertrauliches Briefing, keine öffentliche Aussage.

Worum es bei dem Briefing gehen soll

Die Vorsitzenden wollen Huang zu seinen Kontakten mit Alice Huang und zu Nvidias Sicherheitsprotokollen gegen Spionage durch ausländische Akteure befragen. Sie beziehen sich dabei auf Berichte, in denen Alice Huang als chinesische Geheimdienstmitarbeiterin bezeichnet wird. Das Schreiben enthält keine Feststellung, dass Jensen Huang von Spionage wusste oder daran beteiligt war.

Unterzeichnet haben Brian Mast, John Moolenaar und Rick Crawford. Sie leiten drei Ausschüsse des Repräsentantenhauses: den Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten, den China-Ausschuss und den ständigen Geheimdienstausschuss.

Ein früherer, separater Vorgang im Senat

Ein am 24. März 2026 auf der Website von Senator Jim Banks veröffentlichter Reuters-Bericht schilderte eine separate Bitte von Elizabeth Warren und Jim Banks an Handelsminister Howard Lutnick. Die Senatoren wollten untersuchen lassen, ob frühere Äußerungen Huangs über die Umleitung von Chips US-Beamte irreführen oder Entscheidungen über Exportgenehmigungen beeinflussen konnten. Dieser Vorgang betrifft Huangs frühere Äußerungen und Exportlizenzen; das House-Briefing dreht sich um seine Kontakte zu Alice Huang und Nvidias Sicherheitsprotokolle. Der Reuters-Bericht auf Jim Banks’ Website beschreibt damit einen eigenen Untersuchungsschritt.