Am 25. September 2026 stellte eine US-Jury fest, dass Apple zwei Patente von Taction Technology zur Haptik verletzt hat. Sie sprach Taction gerundet 5,7 Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Pfund) Schadenersatz zu. Apple widersprach dem Urteil und kündigte an, Berufung einzulegen.

Was Haptik mit iPhone und Apple Watch zu tun hat

Haptisches Feedback nutzt Vibrationen, um Berührung zu simulieren – etwa bei einer eingehenden Nachricht oder beim Drücken einer Taste. Zu den im Zusammenhang mit Haptik genannten Geräten gehören iPhone und Apple Watch. Taptic Engine, Apples Haptiksystem, debütierte 2014 mit der Apple Watch.

Apple erklärte, Taptic Engine unterscheide sich grundlegend von der Technik von Taction Technology. Das Unternehmen sagte außerdem, Tactions eigene Tests an Apple-Produkten hätten diesen Unterschied während des Verfahrens bestätigt. Apple erklärte auch, keine Vibrationstechnik von Taction verwendet zu haben.

Wie der Fall vor die Jury kam

DatumVerfahrensschritt
2020Taction Technology erhielt die beiden Patente, um die es im Streit ging.
2021Taction Technology warf Apple vor, die beiden Haptikpatente zu verletzen.
2023Ein Richter in San Diego entschied zugunsten von Apple.
25. September 2026Eine Jury stellte eine Patentverletzung fest und sprach Taction Schadenersatz zu.

Was die Feststellung zur Vorsätzlichkeit bedeutet

Die Jury stellte keine vorsätzliche Patentverletzung fest. Das beweist für sich genommen weder, dass Apple Taptic Engine unabhängig entwickelt hat, noch, dass Apple die Patente nicht kannte. Die Feststellung zur Vorsätzlichkeit und die Frage, ob eine Patentverletzung vorlag, sind unterschiedliche Punkte des Urteils.