Am 21. Oktober 2026 ordnete Richter Francis J. Mathew in New Mexico an, dass Meta Platforms, Inc. dem Bundesstaat 25 Milliarden US-Dollar zahlen muss. Auf die zivilrechtliche Sanktion fallen bis zur vollständigen Zahlung jährlich 15 Prozent Zinsen an. Das Gericht setzte eine Berechnung von 219.498.600.000 US-Dollar auf 25 Milliarden herab.
Wie das Gericht auf die Beträge kam
Die Jury stellte insgesamt 43.899.725 vorsätzliche Verstöße fest. Davon waren 43.899.720 Verstöße wegen unlauterer oder irreführender Praktiken; fünf weitere betrafen unzumutbare Geschäftspraktiken. Für die gesetzliche Berechnung multiplizierte das Gericht die 43.899.720 Verstöße mit jeweils 5.000 US-Dollar und kam so auf 219.498.600.000 US-Dollar. Anschließend setzte es die Zivilstrafe auf 25 Milliarden US-Dollar herab.
| Gegenstand | Festlegung im Urteil | Bedeutung |
| Vorsätzliche Verstöße insgesamt | 43.899.725 | 43.899.720 Verstöße wegen unlauterer oder irreführender Praktiken plus fünf wegen unzumutbarer Geschäftspraktiken |
| Verstöße in der Berechnung | 43.899.720 × 5.000 US-Dollar | Ergibt die vom Gericht angegebene Berechnung von 219.498.600.000 US-Dollar |
| Zivilstrafe | 25 Milliarden US-Dollar | Das Gericht reduzierte die berechnete Summe auf diesen Betrag |
| Zinsen | 15 Prozent pro Jahr | Fallen bis zur vollständigen Zahlung an |
| Unterlassungsanordnung | Entscheidung nach weiterer Schriftsatzrunde vorbehalten | Das Urteil enthält noch keine solche Anordnung |
Die Feststellungen der Jury bezogen sich auf 26 Darstellungen über Facebooks Umgang mit Nutzerdaten und den Zugriff Dritter sowie über Falschinformationen, Hassrede und die Durchsetzung der Plattformregeln.
Wer die Sanktion erhält und welche Folgen noch offen sind
Das Urteil spricht die 25 Milliarden US-Dollar dem Bundesstaat New Mexico zu, nicht einzelnen Facebook-Nutzern. Reuters berichtete, Generalstaatsanwalt Raúl Torrez habe erklärt, dass das Geld nach dem Recht des Bundesstaats dem öffentlichen Schulsystem zugutekomme.
Über eine Unterlassungsanordnung will das Gericht erst nach weiteren Schriftsätzen entscheiden. Das Urteil ordnet daher bislang keine konkreten Änderungen an Metas Produkten oder Moderationspraktiken an. Eine in New Mexico verhängte Zivilstrafe von 375 Millionen US-Dollar und eine spätere Anordnung über 567 Millionen US-Dollar für einen Abhilfefonds gehören zu einem separaten Jugendschutzverfahren.
Meta-Chefjustiziar C.J. Mahoney erklärte, das Unternehmen sei zuversichtlich, in einem Berufungsverfahren zu obsiegen. Wie The Verge am 27. Oktober 2026 berichtete, sahen Fachleute mögliche Folgen für andere Verfahren vor allem dann, wenn das Urteil Bestand hat. Plattformrechtsexpertin Daphne Keller verwies auf Ansprüche, die nicht durch frühere Vergleiche erledigt wurden. Blake Reid von Colorado Law nannte Unterschiede bei Landesgesetzen, Beweislagen und den Ressourcen für Verfahren dieser Größenordnung.