Engadget berichtete am 30. Oktober 2026, die US-Senatoren Ron Wyden und Edward Markey untersuchten Datenschutz- und Sicherheitsrisiken bei Metas KI-Brillen. Sie hätten Meta-Chef Mark Zuckerberg um Antworten bis zum 26. November 2026 gebeten. Die Anfrage ist ein Auskunftsersuchen im Rahmen einer Untersuchung, kein festgestellter Rechtsverstoß.
Welche Fragen die Senatoren an Meta richten
Laut dem Bericht wollten Wyden und Markey wissen, wie sich versehentliches Einschalten der Kamera und Manipulationen an der Aufnahmeanzeige verhindern lassen. Weitere Fragen betreffen die Unschärfe von Gesichtern und Nummernschildern bei bestimmten KI-Interaktionen, den Zugriff von Beschäftigten oder Auftragnehmern auf Bilder, die Nutzung visueller Daten zum KI-Training sowie Prüfungen zu Menschenrechten und Sicherheit vor der Veröffentlichung.
Was Meta zu den verschiedenen Datenwegen sagt
Bei den Brillen sind gewöhnliche Aufnahmen per Auslöser von visuellen Daten aus KI-Erlebnissen zu unterscheiden. Meta beschreibt diese Wege in seinen Angaben zum Speichern visueller Daten aus KI-Erlebnissen.
Aufnahmen per Auslöser
Fotos und Videos, die mit dem Auslöser bei eingeschalteter Aufnahmeleuchte aufgenommen werden, speichert Meta zufolge die Brille privat, bis Nutzer sie auf ein Smartphone importieren. Meta zählt diese Aufnahmen nicht zu den visuellen Daten aus KI-Erlebnissen. Eine solche Tastenaufnahme gehört damit nicht zu dem von Meta beschriebenen Datenweg für KI-Erlebnisse.
Visuelle Daten aus KI-Erlebnissen
Bilder und Videos, die bei KI-Funktionen wie Live-KI entstehen, können laut Meta gespeichert und zur Verbesserung von Funktionen und Produkten verwendet werden, auch für das Training von KI-Modellen. Die Verarbeitung kann automatisiert oder manuell erfolgen; bei eingeschalteter Speicherung kann dazu auch eine menschliche Prüfung gehören.
Wer die Speicherung visueller Daten aus KI-Erlebnissen ausschaltet, verhindert laut Meta, dass künftig entstehende Daten gespeichert oder zur Produktverbesserung genutzt werden oder für eine menschliche Prüfung verfügbar sind. Die Änderung wirkt nicht rückwirkend. Sie gilt außerdem nicht für Sprachinteraktionen, Medien, die über andere Meta-Dienste geteilt werden, bestimmte Inhalte, Metadaten oder Daten, die bereits vor der Änderung verarbeitet wurden.
Cloud-Verarbeitung bei bestimmten Funktionen
Für bestimmte Funktionen können Fotos oder Videos zur Verarbeitung an die Cloud von Meta gesendet und dort vorübergehend gespeichert werden. Meta nennt dafür eine Dauer von bis zu 30 Tagen, bevor die Daten automatisch gelöscht werden. Diese Angaben zur Cloud-Verarbeitung von Medien beschreiben einen eigenen Datenweg neben den Einstellungen für visuelle Daten aus KI-Erlebnissen.