Valve stellte den Linux-Steam-Client am 15. Oktober 2026 in der Steam Client Beta auf 64 Bit um und ließ ihn in einem Steam-Runtime-Container laufen. Das bedeutet nicht, dass Linux-Systeme ihre 32-Bit-Bibliotheken entfernen können: Laut einem Bericht von MIXED bleibt i386-Multilib erforderlich.

Was sich am Client ändert

Valve erklärte in der Ankündigung zur Steam Client Beta, der Linux-Client sei nun eine 64-Bit-Anwendung und laufe in einem Steam-Runtime-Container. Diese Technik kommt laut Valve auch bei Steam-Spielen zum Einsatz. Der Container soll ein konsistenteres Erlebnis über verschiedene Linux-Distributionen hinweg ermöglichen.

Die Client-Umstellung ist ein anderer Schritt als die Proton-Voreinstellung für registrierte Nicht-Steam-Windows-Spiele, über die NeoTeo in einem eigenen Bericht berichtete.

Warum 32-Bit-Unterstützung nötig bleibt

Chris Steven berichtete am 16. Oktober bei MIXED, Valve-Ingenieur Andres Rodriguez zufolge bleibe i386-Multilib erforderlich. Rodriguez verwies auf native 32-Bit-Linux-Spiele und deren Grafiktreiber, die weiterhin 32-Bit-Unterstützung auf dem Host benötigen. Die Umstellung soll zwar die Zahl der benötigten 32-Bit-Bibliotheken auf dem Host verringern, ihre vollständige Abschaffung sei jedoch kein Ziel. Rodriguez zufolge wird der Betrieb in einer ausschließlich 64-Bit-Umgebung nicht unterstützt. Der Bericht von MIXED ordnet die Einschränkung dem Valve-Ingenieur zu.