Valves Steam-Preview-/Beta-Client wählt Proton standardmäßig für Windows-Binärdateien aus, die als Nicht-Steam-Spiele registriert sind. Die Änderung steht in Valves Update-Mitteilung vom 7. Oktober und erspart bei diesem Weg die manuelle Auswahl der Kompatibilitätsschicht.

Für welche Spiele gilt die Voreinstellung?

Entscheidend ist die Registrierung in der Steam-Bibliothek: Die Mitteilung bezieht sich auf Windows-Binärdateien, die dort als Nicht-Steam-Spiele eingetragen sind. Proton ist eine Kompatibilitätsschicht, mit der Steam Windows-Programme auf Linux ausführen kann. Der Eintrag bleibt ein Nicht-Steam-Spiel; Proton wird im Preview-/Beta-Client dafür standardmäßig ausgewählt.

Zuvor mussten Nutzer Proton für solche Einträge manuell konfigurieren, berichtet Geeknetic. Das ältere Tutorial von Mii beta zeigt den damaligen Ablauf: Steam Play aktivieren, die ausführbare Datei hinzufügen und Proton in den Kompatibilitätseigenschaften des Spiels erzwingen. Die neue Voreinstellung nimmt diesem Ablauf den Schritt der manuellen Proton-Auswahl ab.

Zwei weitere Fehlerbehebungen für Nicht-Steam-Spiele

Valves Update nennt außerdem zwei getrennte Korrekturen. Ein Nicht-Steam-Spiel konnte nach dem Ändern der Target-Binärdatei über „Browse“ nicht starten; außerdem konnte Steam mit der Schaltfläche „Stop“ ein Spiel nicht schließen, das ein externes Tool gestartet hatte. Die Release Notes von Valve führen beide Fälle neben der Proton-Voreinstellung auf.

Proton als Standard sagt nichts über den Erfolg eines einzelnen Spiels

Die automatische Auswahl legt fest, welche Kompatibilitätsschicht Steam für den betreffenden Eintrag verwendet. Ob ein bestimmter Titel damit funktioniert, ist eine andere Frage: ProtonDB beschreibt die Proton-Kompatibilität als uneinheitlich und sammelt dazu Berichte und Hinweise aus der Community. Wer ein Spiel auf dem Steam Deck einschätzen möchte, findet weitere Hinweise in unserem Überblick zur Spielekompatibilität auf dem Steam Deck.