Laut einem Bericht von Europa Press vom 22. Oktober haben Telefónica, Deutsche Telekom, Orange und Vodafone eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die vier Betreiber wollen damit ein gemeinsames Gebot für künftige europäische Frequenzen für mobile Satellitendienste prüfen.

Wie die Allianz aufgebaut sein soll

Mobile Satellite Services (MSS) sind mobile Satellitendienste. Das geplante Direct-to-Device-Modell (D2D) soll Endgeräte direkt mit Satelliten verbinden. Der Zugang zu den Diensten soll allen Mobilfunknetzbetreibern offen und diskriminierungsfrei zur Verfügung stehen.

Die vier Unternehmen sollen wichtige Bodeninfrastruktur in Europa bereitstellen und Koordination sowie Aufsicht übernehmen. Die Satellitenkonstellation soll ein Partner liefern. Laut Europa Press planten die Betreiber keine direkten Investitionen in diese Konstellation. Die Absichtserklärung soll außerdem bestehende Satellitenallianzen der Unternehmen nicht ersetzen.

Der Satellitenpartner ist noch offen

Zum Zeitpunkt des Berichts von Europa Press war noch kein Partner ausgewählt. Cinco Días hatte AST SpaceMobile als mögliche Option genannt. Die Nennung bedeutet keine Auswahl des Unternehmens.

RTVE ordnet den Vorstoß in Europas Satellitenabhängigkeit ein

RTVE Noticias berichtet über die geplante Allianz und ordnet sie in den Kontext ukrainischer Drohnenverbindungen und Europas kurzfristiger Abhängigkeit von US-Satellitentechnik ein.

In einem am 20. Oktober veröffentlichten Beitrag berichtete RTVE Noticias, ukrainische Behörden hätten gemeldet, Starlink begrenze die Verbindungsgeschwindigkeit von Drohnen, wenn diese schneller als 100 km/h flögen. Der Sender verwies außerdem darauf, dass die EU kurzfristig nicht auf US-Satellitentechnik verzichten könne.