Am 17. Oktober 2026 sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky, Starlink-Terminals hätten in der Ukraine oberhalb von 161 km/h die Verbindung verloren. Bei Tests mit ukrainischen Fahrzeugen in europäischen Ländern seien die Terminals bei 180 km/h verbunden geblieben. Zelensky wertete den Unterschied als gezielte Beschränkung und sagte, ukrainische Abfangdrohnen könnten deshalb nicht operieren.

Die genannten Werte beziehen sich auf die Bewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeugs oder Terminals, nicht auf die Datenrate des Internetanschlusses.

Welche Einsätze könnten betroffen sein?

RTVE Noticias: spanischsprachiger Bericht zu gemeldeten Starlink-Störungen und militärischer sowie ziviler Kommunikation in der Ukraine

Eine am 15. Oktober veröffentlichte AFP-Einschätzung nannte mögliche Folgen für Mittelstreckenmissionen, Aufklärung, Kommunikationsrelais und die Logistik an der Front. Solche Einsätze könnten demnach auf der Krim, in besetzten Gebieten im Osten der Ukraine und im Schwarzen Meer betroffen sein. Langstreckenangriffe tief in Russland sollten nicht darunterfallen, weil Starlink dort nicht betrieben werde.

Starlink ist der kommerzielle Satelliteninternetdienst von SpaceX. Starshield ist ein davon getrennter Dienst für Regierungs- und Sicherheitskunden. Beide nutzen SpaceX-Satelliteninfrastruktur. Zelenskys Angaben zu den bewegten Terminals bezogen sich auf Starlink; eine separate Meldung von Reuters betraf eine Anweisung zu Starshield.

Reuters berichtete am 15. Oktober unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Quellen, die Anweisung zu Starshield sei aus dem Weißen Haus gekommen. Eine ebenfalls nicht genannte hochrangige US-Quelle sagte demnach, Donald Trump habe die Maßnahme nicht persönlich angefordert. EFE berichtete, Trump habe bestritten, dass er oder Elon Musk den Dienst eingeschränkt hätten. Zum politischen Hintergrund gehört auch NeoTeos früherer Bericht über Marco Rubios Dementi eines US-Befehls.