Wiederbelebung einer 160 Jahre alten Petzval-Linse
Petzval-Objektiv

Einer der faszinierendsten Aspekte der Fotografie ist, dass nichts wirklich veraltet ist. Mit der richtigen Kombination aus Kreativität und Improvisation kann jeder alte Ausrüstung an neue Kameras anpassen oder Reparaturen durchführen, um sie wieder nutzbar zu machen. So kommen wir zum Kanal des österreichischen Fotografen Markus Hofstätter, der einen Flohmarkt für Retro-Fotografie besuchte und ein beeindruckendes Petzval-Objektiv fand, das von Gasc & Charconnet zwischen 1860 und 1880 hergestellt wurde. Mit kleinen Modifikationen und einer gründlichen Reinigung kehrte das Objektiv zum Leben zurück.

Mitte Oktober teilten wir ein Video, das mit einem Objektiv aus dem Ersten Weltkrieg aufgenommen wurde und das auf einer modernen Kamera montiert war. Natürlich sind die Ergebnisse nicht mit einem modernen Objektiv vergleichbar, aber diese Wärme und die unvermeidlichen optischen Fehler geben uns eine ziemlich solide Vorstellung davon, wie die Fotografie vor einem Jahrhundert aussah.

Für einige Experten ist das jedoch nicht genug. Eine Sache ist es, Hardware aus verschiedenen Epochen zu kombinieren, eine andere, mehr als 150 Jahre zurückzugehen und alte Techniken mit historisch korrekten Elementen zu verwenden. Eine solche Reise stellt uns die berühmte Nasskollodium-Technik und Objektive vor, die wie Kanonen aussehen. Ich meine die Petzval-Objektive, die von dem Mathematiker Joseph Petzval im Jahr 1840 entworfen wurden. Eines dieser Objektive, das von Gasc & Charconnet zwischen 1860 und 1880 hergestellt wurde, gelangte in die Hände des österreichischen Fotografen Markus Hofstätter, der beschloss, es „zurückzubringen“:

Der erste Schritt bestand darin, einen Ring für das Objektiv mit dem exakten Gewinde zu rekreieren (etwas, das Hofstätter nicht alleine tun konnte), und dessen Bau wurde Haumberger Fertigungstechnik übertragen. Danach baute er mehrere Holzhalterungen, um das Objektiv korrekt zu montieren, und konzentrierte sich schließlich darauf, sowohl die Brennweite als auch die Blende zu messen. Seine Berechnungen ergeben, dass das Objektiv 500 Millimeter hat, mit einem Wert zwischen f/4.5 und f/4.7.

Wiederbelebung einer 160 Jahre alten Petzval-Linse
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Wiederbelebung einer 160 Jahre alten Petzval-Linse
Ein wirklich hervorragendes Bild

Das erste Foto, das Hofstätter mit diesem Objektiv aufnahm, war ein Porträt von Professor Werner Sobotka, den er für „den Albert Einstein der Fotografie“ hält. Und die Bilder? Alle fantastisch, mit einem einzigartigen Profil, und das Objektiv zwingt uns, in die Mitte des Bildes zu schauen. Wenn du mehr über seine Arbeit sehen möchtest oder alles verfolgen willst, was aus diesem Objektiv hervorgeht, solltest du unbedingt das offizielle Profil von Markus Hofstätter auf Instagram besuchen.

Quelle: PetaPixel

https://old.neoteo.com/la-camara-mas-grande-del-mundo/