Solange man nicht auf eine Lösung wie Samsungs Gear VR setzt, ist die größte Einschränkung aktueller Virtual-Reality-Geräte offensichtlich das Kabel. Bis die drahtlose Technologie Geschwindigkeit, Bandbreite und Latenz in den Griff bekommt, scheint es zwei Optionen zu geben: eine „Nabelschnur“ zum Computer zu behalten oder ihn auf dem Rücken zu tragen. Genau das ist die Idee von Zotac mit dem neuen VR Backpack.

Zotac VR Backpack: Der erste Schritt zu Virtual Reality ohne Kabel
Zotac VR

Das Kabelproblem in der virtuellen Realität

Trotz einiger Ankündigungen, etwa Intels Zehn-Kern-Prozessor sind sich die Fachmedien einig, dass die wahren Stars der Computex 2016, die am vergangenen Samstag endete, Grafikkarten und Virtual Reality waren. Nvidia und AMD hatten viel Betrieb in den Gängen der Messe, aber die Wahrheit ist, dass alle auf den Zug der virtuellen Realität aufspringen wollen, und mit einer brandneuen Produktgeneration versuchen sie, ihre wichtigsten Grenzen zu überwinden. Eine davon ist die Abhängigkeit von Kabeln. Egal ob HTC Vive oder Oculus Rift – es gibt ein oder mehrere Kabel, das vom Headset zum Computer führt, und jede Sekunde versucht der Nutzer, nicht in einem Spinnennetz hängen zu bleiben. Man sagt, dass die einfachsten Lösungen in manchen Fällen die besten sind, und die erste Antwort der Branche auf das Kabelproblem war nichts anderes, als Computer in einen Rucksack zu packen.

Zotac VR Backpack: Der erste Schritt zu Virtual Reality ohne Kabel
Auf den ersten Blick ein schlichter Rucksack ...

Zotac VR Backpack: Technik im Rucksack

Das bringt uns zum Zotac VR Backpack, einem Rucksack-System auf Basis eines Intel Core i7 4600 und einer Nvidia GTX 980, die ausreicht, um die technischen Anforderungen der wichtigsten VR-Headsets zu erfüllen. Auch andere Unternehmen wie Gigabyte, HP und MSI haben Alternativen im „Rucksack-Format“ vorgestellt. Gigabyte nutzt einen Gurt, der mit Laptops kompatibel ist, während MSI ein solides externes Gehäuse bevorzugte. Zotacs Lösung ist jedoch praktischer, da sie es ermöglicht, fast alle Kabel im Inneren des Rucksacks zu verstecken. Hardware zu miniaturisieren ist für Zotac kein Problem, denn das Unternehmen verkauft seit Jahren kompakte Komponenten und Mini-ITX-Mainboards. Trotzdem können die integrierten LiPo-Akkus das System und das Headset nur maximal zwei Stunden lang mit Strom versorgen.

Zotac VR Backpack: Der erste Schritt zu Virtual Reality ohne Kabel
... aber viel Hardware im Inneren.

Positiv ist, dass der Rucksack keine fünf Kilogramm wiegt, und da es sich um einen Prototyp handelt, sind wir sicher, dass Zotac diese Zahl noch weiter reduzieren wird. Der Zotac VR Backpack ist vielleicht nicht die eleganteste Vision eines zum Computer umgebauten Rucksacks, aber er ist bisher der effektivste, und sein Akku hält eine halbe Stunde länger als die Konkurrenz. Vergleiche mit „Ghostbusters“ tauchen im Netz weiterhin auf, aber aus irgendeinem Grund muss ich an den Typen aus „Serial Experiments Lain“ denken, der da draußen auf der Straße komplett „verkabelt“ herumlief ...

Zotac VR Backpack: Der erste Schritt zu Virtual Reality ohne Kabel
Zotac VR

Quelle: