NVIDIA teilte am 21. Oktober 2026 mit, dass Google Cloud die allgemeine Verfügbarkeit seiner A5X-Instanzen für November 2026 erwarte und eine Ausweitung des Angebots auf Europa plane. A5X basiert auf NVIDIA Vera Rubin NVL72 und ist für Training, Inferenz und groß angelegtes Reinforcement Learning vorgesehen.
Die Komponenten der A5X-Instanz
A5X kombiniert NVIDIA-Rechen- und Netzwerktechnik mit dem Virgo Network und Flüssigkühlung der vierten Generation von Google Cloud.
| Systembereich | Genannter Baustein | Funktion im Verbund |
| Rechenplattform | NVIDIA Vera Rubin NVL72 | Rechenbasis der Instanz |
| Netzwerk | NVIDIA ConnectX-9 SuperNICs | Netzwerkkomponenten von NVIDIA |
| Netzwerk | Google Cloud Virgo Network | Netzwerk von Google Cloud |
| Kühlung | Flüssigkühlung der vierten Generation von Google Cloud | Kühlsystem des Verbunds |
Erste Einsätze bei Ineffable Intelligence und WPP
NVIDIA nannte Ineffable Intelligence als ersten Kunden mit Zugang zu A5X. Das Unternehmen nutzt die Instanzen für Forschung zu groß angelegtem Reinforcement Learning.
WPP berichtete von ersten Tests, bei denen einzelne Workloads auf einer A5X-Instanz liefen, für die üblicherweise ein Cluster mit mehreren Rechnerknoten nötig ist. Die vorgestellte Architektur nutzt NVIDIA Nemotron-Modelle und NVIDIA OpenShell. Der Arbeitsablauf umfasst Videogenerierung, Hochskalierung und Neugestaltung; vor der Ausführung ist eine menschliche Freigabe vorgesehen. OpenShell soll den Zugriff der Agenten auf Kreativwerkzeuge und sensible Markenressourcen kontrollieren.
Was die Leistungsvergleiche aussagen
Ein Bericht von The Next Platform vom 6. Januar 2026 gab NVIDIA-Angaben zum Vergleich der Vera Rubin NVL72 mit der vorherigen Grace-Blackwell-NVL72-Generation wieder: Für das Training von Mixture-of-Experts-Modellen (MoE) sollen viermal weniger GPUs nötig sein; bei der MoE-Inferenz sollen die Kosten pro Token zehnmal niedriger liegen.
Diese Kennzahlen betreffen Plattformvergleiche, keine Messungen einer Google-Cloud-A5X-Instanz. Der geringere GPU-Bedarf ist außerdem kein Beleg für entsprechend niedrigere Gesamtkosten eines Systems.
Geplanter Ausbau und DSX MaxLPS
Google Cloud plant, die Vera-Rubin-Infrastruktur über mehrere Standorte auf bis zu 960.000 GPUs auszubauen. Google Cloud und NVIDIA prüfen zudem DSX MaxLPS für Vera-Rubin-Infrastruktur. NVIDIA zufolge verbraucht DSX MaxLPS bei gleicher Ausgabe 30 Prozent weniger Strom. Diese Angabe bezieht sich auf DSX MaxLPS und ist kein Messwert für A5X.