Am 28. September 2026 wurde berichtet, dass Amazon bis 2030 insgesamt 3 Milliarden US-Dollar in seinen indischen Schnelllieferdienst Amazon Now investieren will. Demnach sind 1 Milliarde US-Dollar für 2027 und weitere 2 Milliarden bis 2030 vorgesehen.
So soll die Investition verteilt werden
Der berichtete Plan betrifft Amazon Nows Quick-Commerce-Geschäft in Indien. Quick Commerce bezeichnet den schnellen Onlinehandel mit Waren wie Lebensmitteln und Snacks, die in kurzer Zeit zugestellt werden.
Bereits für 2026 war eine Investition von 300 Millionen US-Dollar in den Ausbau lokaler Lager angekündigt worden. Diese frühere Ankündigung steht neben dem nun berichteten Plan.
Amazon Now soll mehr als 1.000 Dark Stores erreichen
Amazon Now soll mehr als 1.000 sogenannte Dark Stores betreiben und rund 300 indische Städte erreichen; zum beschriebenen Zeitpunkt wurde der Dienst in 15 Städten angeboten. Dark Stores sind lokale Lager, aus denen Onlinebestellungen zusammengestellt werden und die nicht als Geschäfte für Laufkundschaft dienen.
In Indien konkurriert Amazon Now mit Blinkit, Swiggy und Zepto. Blinkit gehört zu Eternal; Flipkart gehört zu Walmart.
Schnelllieferungen müssen auch wirtschaftlich funktionieren
Für Quick-Commerce-Anbieter ist Profitabilität eine zentrale Herausforderung. Hari Menon, Mitgründer von BigBasket, beschrieb das Geschäft als strukturell komplex: Bestelldichte, durchschnittlicher Warenkorbwert und Bruttomarge müssten gleichzeitig stimmen.
Auch die Sicherheit der Zusteller spielt eine Rolle. Indische Behörden hatten große Plattformen aufgefordert, keine Lieferungen binnen zehn Minuten mehr zu versprechen; Anlass waren Sicherheitsbedenken für Zusteller. Razzien zur Lebensmittelsicherheit machten zudem Probleme des Dark-Store-Modells sichtbar.