Calcalist berichtete am 13. Oktober 2026, Decarts Anteilseigner sprächen mit Amazon über einen möglichen Verkauf; die vorgeschlagene Bewertung liege bei 5,5 Milliarden US-Dollar. The Next Web gab am selben Tag einen Bericht des Wall Street Journal über Gespräche bei rund 7 Milliarden US-Dollar wieder. The Next Web erklärte, den WSJ-Bericht nicht unabhängig verifiziert zu haben. Calcalist

Warum zwei Bewertungen genannt werden

Die 5,5 Milliarden US-Dollar stammen aus Calcalists eigenem Bericht; die Angabe von rund 7 Milliarden US-Dollar schrieb The Next Web dem Wall Street Journal zu. Beide Zahlen sind berichtete Bewertungen für eine mögliche Übernahme. Calcalist hatte im Mai 2026 außerdem eine Finanzierungsrunde über 300 Millionen US-Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 4 Milliarden US-Dollar gemeldet – ein eigener Finanzierungsanlass, nicht die Bewertung eines Amazon-Kaufs.

Laut Calcalist kam das Interesse von Amazon auf, nachdem Anthropic aus Gesprächen über eine Übernahme ausgestiegen war und Nvidia eine Wiederaufnahme von Verhandlungen abgelehnt hatte. Decarts Anteilseigner wandten sich dem Bericht zufolge anschließend an Amazon.

Decarts Software und Amazons Trainium

Die englischsprachige AWS-re:Invent-Keynote zeigt Decarts CEO bei der Präsentation; die 80-prozentige Tensor-Core-Auslastung nannte er als Kennzahl der Demonstration.

Calcalist beschrieb Decarts Software als Möglichkeit, KI-Arbeitslasten über verschiedene Chiparchitekturen hinweg effizienter zu betreiben. Das könnte für Amazons Trainium-Chips relevant sein; Calcalist stellte diesen technischen Zusammenhang als möglichen strategischen Kontext der Gespräche dar.

Amazon erklärte in einer Mitteilung vom 2. Dezember 2025, Decart habe auf Trainium3 bei der Echtzeit-Videogenerierung Frames viermal schneller und zu halb so hohen Kosten wie mit GPUs erzeugt. Das ist Amazons eigene Leistungsangabe, veröffentlicht im Zusammenhang mit der Arbeit von Decart an generativer Videoerzeugung. Amazons Mitteilung zu Trainium3

Bei der AWS-re:Invent-Keynote 2025 nannte Decarts CEO eine Tensor-Core-Auslastung von 80 Prozent für die Demonstration. Tensor Cores sind spezialisierte Recheneinheiten für KI-Berechnungen; die 80 Prozent sind eine Bühnenangabe des Unternehmens, kein unabhängig erhobener Benchmark. Die englischsprachige Keynote