Am 3. November 2026 brachte Apple Siri Recap und Live Rewind mit der Entwickler-Beta von watchOS 27.3 auf die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4. Recap erstellt Gesprächsnotizen; Live Rewind zeigt nach einem Doppeldruck auf die Digital Crown einen Textausschnitt der vorangegangenen 15 Sekunden. NeoTeo hatte zuvor über die geplante Beta der beiden Funktionen berichtet.

Zwei Funktionen, zwei unterschiedliche Ergebnisse

Siri Recap fasst ein Gespräch mit Titel und wichtigen Punkten zusammen. Apple beschreibt die Funktion als kurze Übersicht, nicht als vollständiges Transkript. Live Rewind liefert dagegen einen kurzen Textausschnitt: Ein Doppeldruck auf die Digital Crown ruft die vorangegangenen 15 Sekunden auf. Laut Apple läuft dabei keine fortgesetzte Transkription im Hintergrund.

FunktionErgebnisAktivierungAufbewahrung ungespeicherter Inhalte
Siri RecapTitel und Zusammenfassung mit wichtigen Punkten, kein vollständiges TranskriptNach der Einrichtung manuell oder nach Zeit und/oder Ort geplantWird laut Apple nach sieben Tagen gelöscht
Live RewindTextausschnitt der vorherigen 15 SekundenDoppeldruck auf die Digital CrownVerschwindet laut Apple etwa 30 Sekunden nach dem Abdunkeln des Displays, sofern die Person ihn nicht speichert oder Siri dazu befragt

Apple führt außerdem Sound Recognition und die automatische Musikerkennung mit Shazam als weitere Audio-Intelligence-Funktionen auf. Sie sind von den beiden jetzt in der Beta getesteten Funktionen zu unterscheiden.

Beta-Installation allein reicht nicht

Beide Funktionen müssen gesondert in der Watch-App auf dem iPhone aktiviert werden. Apple verlangt eine Apple Watch Series 12 oder Apple Watch Ultra 4 sowie ein kompatibles iPhone mit Apple Intelligence und Siri AI (Beta). Apples Kompatibilitätsliste nennt iPhone 16, iPhone 16 Plus, iPhone 16 Pro, iPhone 16 Pro Max, iPhone 17, iPhone 17e, iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max, iPhone Air, iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone Duo. Als erste Sprache nennt Apple Englisch. Apples Supportseite zu den Audio-Intelligence-Funktionen beschreibt auch die Einrichtung und Steuerung.

Siri Recap lässt sich manuell oder nach Zeit und/oder Ort planen; im Kontrollzentrum kann die Funktion ebenfalls ein- oder ausgeschaltet werden. Für Live Rewind schilderte Victoria Song in ihrem frühen Praxistest eine anfängliche Mikrofonkalibrierung mit dem iPhone.

Was die ersten Tests zeigen

Brian Minors englischsprachige Beta-Demo zeigt die Einrichtung über die iPhone-Watch-App und Live Rewind auf einer Apple Watch Series 12.

Song testete Live Rewind in einem ruhigen Homeoffice. Der Aufruf erforderte etwas Übung; bei späteren Versuchen traten Transkriptionsfehler auf. Ihre erste Recap-Zusammenfassung eines Redaktionsplanungsgesprächs war für ihre Arbeit nur bedingt nützlich. Das sind frühe Beobachtungen aus einem einzelnen Test, keine allgemeine Aussage zur Genauigkeit.

Brian Minor zeigt in seinem englischsprachigen Video die Einrichtung über die iPhone-Watch-App und einen Live-Rewind-Aufruf auf seiner Apple Watch Series 12.

Wie Apple die Datenverarbeitung beschreibt

Apple erklärt, dass Audio Intelligence keine Audioaufnahmen erstellt. Für Siri Recap beschreibt das Unternehmen folgenden Ablauf: Die Secure Exclave des S11-Chips verschlüsselt erkannte Audiodaten und überträgt sie an die Secure Exclave des gekoppelten iPhone. Dort werden sie entschlüsselt, transkribiert und verdichtet. Der verdichtete Text wird laut Apple verschlüsselt an Private Cloud Compute gesendet, wo die Zusammenfassung entsteht. Apple zufolge soll dieser Text weniger als halb so lang sein wie das ursprüngliche Transkript; die fertige Zusammenfassung wird verschlüsselt zurückgegeben.

Apple sagt außerdem, dass Siri Recap nicht alle Inhalte erfassen muss und Zusammenfassungen unvollständig oder ungenau sein können. Die Funktionen ordnen Aussagen keinem Sprecher zu. Wer Zusammenfassungen oder Rewind-Texte speichert, kann sie in der Siri-App ansehen und bearbeiten; Apple nennt auch Löschen und Exportieren als Möglichkeiten. Bei aktivierter iCloud-Synchronisierung werden gespeicherte Inhalte laut Apple Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen, wenn für den Account Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein Gerätecode eingerichtet sind.