Christine Persaud kam in ihrem mehrwöchigen Test des ASUS Googlebook 14 zu einem gemischten Urteil: Für alltägliche Aufgaben, die Android-Anbindung und Gemini fand sie den Laptop nützlich; hörbare Lüftergeräusche, ein aus ihrer Sicht zu hoher Akkuverbrauch und fehlende Unterstützung für einzelne Apps schränken ihn als Ersatz für den Hauptrechner ein. Sie testete ein Modell mit Intel Core Ultra 5 325, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Speicher. MakeUseOf

Android-Anbindung und Gemini im Alltag

Persaud koppelte ein Google Pixel 11 Pro mit dem Laptop. Über Quick Access griff sie auf Dateien, Fotos, Apps, Nachrichten und zuletzt geöffnete Chrome-Tabs des Telefons zu. Sie nutzte außerdem Quick Share und die Internetfreigabe des Smartphones. Diese Erfahrungen beziehen sich auf das von ihr verwendete Pixel 11 Pro. Weitere Eindrücke von der Googlebook-Plattform gibt es in NeoTeos früherer Einordnung.

Auch die Gemini-Funktionen waren für Persaud im Alltag brauchbar. Rambler wandelte gesprochene Gedanken in Text um, entfernte Füllwörter und ordnete den Text. Magic Pointer ließ sich per Tastenkürzel oder über die Cursorbewegung aufrufen. Bei einer Suche erkannte die Funktion Kleidung, bei einer anderen lieferte sie Informationen zu einem Ferienresort. Doch sie verwechselte das gekoppelte Pixel 11 Pro einmal mit einem Pixel 9 Pro. Persaud zufolge bewältigte das Gerät gewöhnliches Multitasking auch mit Gemini im Hintergrund, ohne sich langsam oder überlastet anzufühlen. Beim einfachen Schreiben hörte sie den Lüfter dagegen regelmäßig.

App-Unterstützung entscheidet über den Laptop-Ersatz

In Persauds Testkontext funktionierten Fortnite und Photoshop nicht. Wer für Arbeit oder Freizeit auf bestimmte Desktop-Apps oder anspruchsvolle Spiele angewiesen ist, sollte deshalb deren Verfügbarkeit auf Googlebook OS zum entscheidenden Kriterium machen. Die getestete Konfiguration kann für alltägliche Aufgaben passen; die berichteten Grenzen machen sie aber zu einer unsicheren Wahl als Hauptgerät für app-abhängige Abläufe. MakeUseOf

Einzelne Linux-Experimente liefern dazu keine allgemeine Kompatibilitätszusage. Der Reddit-Nutzer u/crazybandleader berichtete, eine grafische Version der Antigravity IDE in der Debian-Umgebung gestartet zu haben, nachdem er eine experimentelle Wayland-Mehrfensteroption aktiviert hatte. Zugleich beschrieb er die Ergebnisse als uneinheitlich. Sein Erfahrungsbericht belegt einen Versuch mit dieser Konfiguration, keinen verlässlichen Linux-Desktop für jeden Einsatz.

Auch beim Spielen ist ein erfolgreicher Start nicht mit flüssiger Leistung gleichzusetzen: Der Reddit-Nutzer u/Jen24286 erreichte mit World of Warcraft lokal die Spielwelt, meldete dann aber nur wenige Bilder pro Sekunde und einen Absturz wegen erschöpften Arbeitsspeichers. Die Darstellung lief über llvmpipe, also Software- statt GPU-Rendering. Der Bericht zum Versuch beschreibt einen einzelnen Lauf, keine allgemein spielbare Leistung.

Anschlüsse und Akkulaufzeit

ASUS nennt auf seiner britischen Produktseite zwei USB-A-Anschlüsse nach USB 3.2 Gen 2, zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse im USB-C-Format, HDMI 2.1 und eine kombinierte Audio-Buchse. Für die Planung von Zubehör ist diese Aufteilung hilfreicher als eine bloße Zahl der Anschlüsse. ASUS gibt außerdem ein Startgewicht von 0,99 kg und ein 14-Zoll-OLED-Display mit 3K-Auflösung und 120 Hz an. ASUS-Produktseite

Die von ASUS beworbenen bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit gelten für einen kontrollierten Videowiedergabe-Test; im tatsächlichen Einsatz kann die Laufzeit je nach Bedingungen und Nutzung geringer ausfallen. Persaud empfand den Akkuverbrauch während ihrer Nutzung als höher als gewünscht, nannte aber keine gemessene Laufzeit. Ihre Beobachtung ist daher nicht mit einer standardisierten Laufzeitmessung gleichzusetzen. ASUS MakeUseOf