In einem Bericht vom 4. November 2026 meldete Light Reading, AT&T habe erstmals einen laufenden Anruf aus seinem terrestrischen Mobilfunknetz an das Satellitennetz von AST SpaceMobile übergeben. AST SpaceMobile verortet den Feldtest in Granite Falls im US-Bundesstaat Washington, am Rand der Mobilfunkabdeckung.
So war der Handover aufgebaut
D2D steht für „Direct-to-Device“: Ein Mobilgerät verbindet sich dabei direkt mit einem Satellitennetz. Bei dem gemeldeten Handover wechselte ein laufender Anruf vom terrestrischen Mobilfunknetz zur Satellitenverbindung.
Laut Bericht kam im AT&T-Netz Funk- und Kernnetztechnik von Ericsson zum Einsatz. Im Satellitennetz von AST SpaceMobile wurden Funkzugangstechnik und Mobilitätssoftware von Nokia verwendet. Automatisierung sollte den Wechsel beschleunigen. Als nächsten Schritt vor einem kommerziellen Angebot nannte der Bericht eine Beta-Phase.
Der Feldtest in Granite Falls
Ein am 2. November 2026 veröffentlichtes Video von AST SpaceMobile zeigt Ingenieure am Testort. Sie beschreiben, wie das Telefon zunächst eine Verbindung zum terrestrischen Netz herstellt und ein Satellit diese Verbindung anschließend übernimmt. Die Ingenieure sagten, technische Protokolle hätten den erfolgreichen Übergang bestätigt.
Rakutens eigener Plan für Japan
Rakuten Mobile verfolgt separat das Ziel, gemeinsam mit AST SpaceMobile einen kommerziellen D2D-Dienst in Japan anzubieten. Hyungmin Ha von Rakuten beschrieb den angestrebten Zeithorizont laut Bericht als nahe Zukunft.
Ha sagte außerdem, eine Verbindung über einen Satellitenüberflug dauere vier bis sechs Minuten. Diese Zeitspanne habe durchgehende Tests mit Videoanrufen erschwert. Die Angabe bezieht sich auf Rakutens Vorhaben, nicht auf den AT&T-Feldtest in den USA.
Frühere Satellitentests
Zu früheren gemeinsamen Arbeiten von AT&T und AST SpaceMobile gehörten Tests mit BlueWalker 3 sowie Laborsimulationen für Vorrangschaltung, einsatzkritische Push-to-Talk-Kommunikation und Video.