Am 27. September 2026 wurde bekannt, dass AWS in einem Rechenzentrum in Aragón vier Fertigteil-Sandwichplatten mit Paebbl Rebond 300 eingesetzt hatte. Ana Luisa Vaz, Paebbls Vizepräsidentin für Produkt, bezifferte den dauerhaft gespeicherten CO₂-Anteil auf rund 200 Kilogramm. AWS plant, das Material schrittweise in neuen Rechenzentren und Logistikgebäuden weltweit einzusetzen.

Was in den vier Fertigteilplatten steckt

Der Anteil des Paebbl-Ersatzstoffs in den vier Platten lag laut Vaz bei 24 Prozent. Sie gab die darin dauerhaft gespeicherte Menge mit rund 200 Kilogramm CO₂ an.

Für Rebond 300 nennt Paebbl daneben eine mögliche Zementersatzquote von bis zu 30 Prozent in Betonmischungen. Im Aragón-Pilot lag der Anteil des Ersatzstoffs bei 24 Prozent.

Wie CO₂ zu einem Bestandteil von Beton wird

Bei der Mineralisierung wird abgeschiedenes CO₂ in einem Reaktor zu einem mineralischen Pulver umgewandelt. Paebbl mischt dieses Pulver mit Zusatzstoffen, Gesteinskörnung und Wasser zu Beton. Das CO₂ wird so in ein festes Baumaterial eingebunden.

AWS, Paebbl und Tecnyconta arbeiteten an den Fertigteilen

AWS brachte Paebbl und den Fertigteilhersteller Tecnyconta zusammen. Paebbl und Tecnyconta validierten das Material etwa zweieinhalb Monate lang in ihren Laboren. Danach folgten weitere Tests, bevor es im Gebäude eingesetzt wurde.

Paebbls Ausbaupläne reichen bis 2028

Paebbl peilt für 2028 sein erstes Produktionswerk in Mitteleuropa an. Für die geplante Anlage nennt das Unternehmen eine jährliche Materialproduktion von 60.000 bis 100.000 Tonnen.