Beschäftigte von Google DeepMind in London wollen laut einem Bericht Klauseln aus bestehenden Verträgen streichen lassen, die ihnen nach dem Ausscheiden öffentliche Kritik am Unternehmen untersagen sollen. Google äußerte sich getrennt zu aktualisierten Bedingungen für Neueinstellungen und zum Umgang mit ehemaligen Beschäftigten; diese Aussagen betreffen nicht denselben Vertragsbestand.

Was die Beschäftigten ändern lassen wollen

Wie NDTV am 4. November unter Berufung auf Recherchen der Washington Post berichtete, möchten einige Google-DeepMind-Beschäftigte in London die nachvertragliche Klausel aus ihren bestehenden Verträgen entfernen lassen. Sie befürchten, dass die Regelung öffentliche Äußerungen über mögliche Folgen und Risiken von KI erschweren könnte. Die Washington Post habe dafür Verträge geprüft und mit zwei Beschäftigten gesprochen, die anonym bleiben wollten.

Googles Aussagen beziehen sich auf andere Gruppen

Eine Google-Sprecherin sagte laut NDTV, aktualisierte Bedingungen für Neueinstellungen hätten den nachvertraglichen Teil der Klauseln gegen abwertende Äußerungen entfernt. Separat berichtete NDTV, eine nicht namentlich genannte Führungskraft habe erklärt, Google werde die Einschränkung gegenüber ehemaligen Beschäftigten nicht durchsetzen.

Die Beschäftigten in London richten ihre Forderung dagegen auf bestehende Verträge. Die Unternehmensäußerung zu Neueinstellungen beschreibt eine Änderung für neue Beschäftigte; sie beantwortet nicht die Forderung nach einer Änderung bestehender Vereinbarungen.

Wie die Diskussion begann

Im Oktober sprach die frühere DeepMind-Mitarbeiterin Sofia Liguori laut NDTV mit der BBC über ihre Ablehnung von Googles militärischer KI-Arbeit. Sie habe dabei erklärt, Vertragsbeschränkungen ignoriert zu haben. Danach hätten Beschäftigte im Vereinigten Königreich ihre eigenen Verträge geprüft. Dutzende diskutierten die Klauseln dem Bericht zufolge intern, eine genaue Zahl wurde nicht genannt.