Laut einem Bericht von CNN vom 13. Oktober plant Meta, seine VR-Brille mit Muse auszuliefern – einschließlich Muse Wonder, das Meta dem Bericht zufolge am 12. Oktober vorgestellt hatte. Den Verkaufsstart der Meta VR Glasses plant das Unternehmen für das Frühjahr 2027. Die Brille soll zugleich als Arbeits- und Mediengerät dienen; für VR-Fans ist vor allem ein von TechRadar berichtetes horizontales Sichtfeld von rund 70 Grad ein wichtiger Wert.
Was Meta für die VR-Brille ankündigt
Meta verbindet eine Brillenfassung aus Magnesiumlegierung mit einem separaten Rechenmodul, dem sogenannten Puck. Ein optisches Kabel verbindet beide Teile; im Puck sitzen Prozessor, Akku und Speicher. Die Brille selbst soll laut Metas Produktankündigung rund 100 Gramm wiegen.
Für das Display nennt Meta eine Auflösungsklasse von 5K, micro-OLED-Panels und 37 Pixel pro Grad (PPD). PPD beschreibt, wie viele Bildpunkte auf einen Grad des Sichtfelds entfallen. Als Prozessor gibt Meta den Qualcomm Snapdragon Reality Elite an. Der Akku im Puck soll bis zu drei Stunden ununterbrochene Wiedergabe hochauflösender Medien ermöglichen; außerdem unterstützt er laut Hersteller Schnellladen mit 45 Watt.
Sitz und Steuerung: Eindrücke aus kurzen Hands-ons
Die Bedienung soll über Blickrichtung, Handgesten und Sprache funktionieren. CNN-Journalistin Lisa Eadicicco beschrieb, wie der Blick einen Cursor führt, Daumen und Zeigefinger zum Klicken dienen und eine Faustbewegung mit dem Daumen das Scrollen auslöst. In einem CNN-Bericht vom 13. Oktober schilderte sie einen Termin in Metas New Yorker Büros.
Auch die Passform lässt sich anpassen: Engadget zeigte bewegliche Okulare und eine Nasenbrücke, die in drei Positionen einrastet. Der Tester fand, dass Klickgesten etwas bewusster ausgeführt werden mussten; die virtuelle Tastatur wirkte zunächst klein. Das sind Eindrücke aus einer kurzen Vorführung, keine Aussagen über den Alltagseinsatz.
Arbeit, Filme und Spiele
Meta plant virtuelle Bildschirme für mehrere Anwendungen und Verbindungen zu Mac- und Windows-PCs – drahtlos oder per USB-C. Nutzer sollen eigene Tastatur und Maus verwenden können; zusätzlich beschreibt Meta eine virtuelle Tastatur samt Touchpad, die auf einer Fläche bedient wird. Damit zielt das Konzept auch auf Situationen, in denen ein Laptopbildschirm zu klein ist oder mehrere Arbeitsfenster gebraucht werden.
Für Spiele kündigt Meta mehr als 75 Titel zum Verkaufsstart an, die sich allein mit Handgesten steuern lassen sollen. Mit Touch-Plus-Controllern soll außerdem der Meta-Quest-Katalog zugänglich sein; Xbox Cloud Gaming soll sich mit einem Bluetooth-Gamepad nutzen lassen. Das sind unterschiedliche Bedienwege: Gesten für einen Teil der Spiele, Controller für den Quest-Katalog und ein Gamepad für Cloud-Spiele. Meta nennt darüber hinaus IMAX Enhanced, Dolby Vision und Dolby Atmos für Medieninhalte sowie mehr als 100 immersive Live-Sportveranstaltungen pro Jahr nach dem Verkaufsstart.
Was das berichtete Sichtfeld für VR bedeutet
TechRadar beziffert das horizontale Sichtfeld in seinem Hands-on auf ungefähr 70 Grad. Für VR-Spieler, denen ein breiter Blick in die virtuelle Umgebung wichtig ist, ist dieser Wert ein relevanter Prüfpunkt: Eine hohe Pixeldichte und ein leichteres Brillenformat beantworten nicht automatisch die Frage, wie immersiv sich ein Spiel anfühlt.
Verkaufsplan
Meta kündigte am 23. September 2026 an, die Meta VR Glasses im Frühjahr 2027 in den Verkauf bringen zu wollen. Einen konkreten Tag nannte das Unternehmen nicht.