Counterpoint Research meldete am 12. Oktober 2026, dass die weltweiten Smartphone-Lieferungen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 Prozent gesunken waren. In einer separaten Prognose erwartet das Institut bis 2030 rund 40 Prozent weniger Lieferungen im globalen Segment unter 200 US-Dollar. Speicherknappheit schränkte im dritten Quartal die Versorgung der meisten Hersteller ein. Counterpoints Quartalsupdate und Prognose für das Segment unter 200 US-Dollar beschreiben unterschiedliche Zeiträume und Kennzahlen.

Speicherknappheit prägte das dritte Quartal 2026

Counterpoint bezeichnete das dritte Quartal 2026 als das schwächste dritte Quartal für Smartphone-Lieferungen seit 14 Jahren. Das Institut erklärte, anhaltender Speichermangel habe die Versorgung der meisten Smartphone-Hersteller eingeschränkt.

Die knappe Speicherverfügbarkeit ist auch Thema unseres Hintergrunds zu Intels Warnung vor einer Verschärfung des Speichermangels 2027.

Was Counterpoint bis 2030 prognostiziert

Für den Zeitraum von 2025 bis 2030 zeichnet Counterpoint zwei unterschiedliche Entwicklungen im weltweiten Smartphone-Markt:

MarktbereichPrognose für 2025 bis 2030Einordnung
Gesamter Smartphone-MarktDas Liefervolumen soll sich dem Niveau von 2025 annähern.Der Markt erholt sich voraussichtlich insgesamt.
Smartphones unter 200 US-DollarRund 40 Prozent weniger Lieferungen; das jährliche Liefervolumen 2030 läge um mehr als 230 Millionen Geräte unter dem Stand von 2025.Die Kategorie schrumpft, bleibt der Prognose zufolge aber bestehen.

Die Grenze von 200 US-Dollar bezeichnet die weltweite Preiskategorie der Prognose. Die Zahl von mehr als 230 Millionen Geräten vergleicht die jährlichen Liefermengen der beiden Jahre 2025 und 2030.

Warum die günstigsten Smartphones unter Druck geraten

Counterpoint nennt höhere Komponentenkosten und steigende Mindestanforderungen an die Ausstattung als Belastungen für die Wirtschaftlichkeit der günstigsten Geräte. Damit treffen höhere Kosten auf Anforderungen, die Hersteller bei ihren Smartphones erfüllen müssen. Counterpoint beschreibt diese Faktoren als Druck auf das untere Preissegment, nicht als Entscheidung sämtlicher Hersteller, es aufzugeben.

Wohin Käufer ausweichen könnten

Höhere Preisklassen dürften laut Counterpoint nur einen Teil des wegfallenden Liefervolumens aufnehmen. Das Institut erwartet außerdem längere Austauschzyklen sowie eine stärkere Verlagerung auf gebrauchte oder generalüberholte Smartphones. Ein Nutzer mit niedrigem Einkommen äußerte in einer Reddit-Diskussion Sorge über die Erschwinglichkeit günstiger Geräte.