ChangXin Memory Technologies (CXMT) plant laut einem Reuters-Bericht vom 28. Oktober 2026, innerhalb der folgenden zwei Monate eine begrenzte HBM3E-Produktion aufzunehmen. Zwei anonyme Quellen bezifferten die Fertigungsausbeute auf 20 bis 30 Prozent.

Was CXMT laut Bericht vorhat

HBM, kurz für High-Bandwidth Memory, ist ein gestapelter Speicher, der den Datenaustausch mit KI-Prozessoren beschleunigt. Reuters zufolge will CXMT die HBM3E-Fertigung zunächst in begrenztem Umfang aufnehmen. Der Bericht beschrieb damit einen geplanten Start innerhalb der zwei Monate nach dem 28. Oktober 2026.

Was die gemeldete Ausbeute aussagt

Der 43-Sekunden-Beitrag von YTN fasst den Bericht über CXMTs geplante HBM3E-Produktion und die gemeldete Ausbeute auf Koreanisch zusammen.

Die Fertigungsausbeute bezeichnet den Anteil der produzierten Chips, der die geforderten Spezifikationen erfüllt. Für CXMTs HBM3E nannten die anonymen Quellen 20 bis 30 Prozent; für SK Hynix bezifferten sie die Ausbeute auf knapp 70 Prozent. Es handelt sich um berichtete Schätzungen, nicht um einen standardisierten Direktvergleich mit gemeinsamer Messmethode.

Muster und Leistungsvergleich

CXMT soll Muster an mehrere chinesische Entwickler von KI-Chips geschickt haben. Dem Bericht zufolge gab es zwei Entwürfe: eine herkömmliche Variante und eine überarbeitete Version, die eine höhere Fertigungsausbeute erreichen sollte.

Eine der anonymen Quellen ordnete die getestete Leistung von CXMTs HBM3E näher bei SK Hynix’ älterem HBM3 als bei SK Hynix HBM3E ein. Das ist ein qualitativer Vergleich, keine konkrete Leistungsangabe.

Warum China auf HBM drängt

Die von Reuters zitierten Quellen verwiesen darauf, dass chinesische KI-Chiphersteller Schwierigkeiten hätten, ausreichend fortschrittlichen Speicher zu beschaffen. Zudem hätten US-Exportkontrollen den Zugang zu bestimmten HBM-Produkten und fortschrittlicher Fertigungsausrüstung eingeschränkt. Washington verschärfte im Dezember 2024 die Exportkontrollen für bestimmte fortschrittliche HBM-Produkte mit Ziel China.

Wie die Community die niedrige Ausbeute deutet

In Reddit-Diskussionen verwiesen einige Kommentierende auf hohe Speicherpreise oder mögliche Lernfortschritte in der Fertigung als Gründe, eine niedrige Ausbeute in Kauf zu nehmen. Andere bezweifelten die Wirtschaftlichkeit oder stellten die Einordnung des Berichts infrage. Diese Einschätzungen sind Meinungen; die Ausbeute allein beantwortet die Frage nach der Wirtschaftlichkeit nicht. Dafür müssen auch Fertigungskosten und erzielbare Verkaufspreise berücksichtigt werden.