In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2026 störte ein Cyberangriff die Kühlanlagen französischer Supermärkte. Les Mousquetaires meldete, dass betroffene Geräte bis zu 50 °C warm wurden und die Erwärmung sechs Stunden anhielt. Die Gruppe ließ die betroffenen Lebensmittel entsorgen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Antena 3 berichtete über die Folgen.

Spanischsprachiger Nachrichtenclip: Innenaufnahmen eines Supermarkts und Außenansicht einer Filiale von Coopérative U.

Eine frühere NeoTeo-Meldung zur Bestätigung des Angriffs durch Coopérative U behandelte den Vorfall bei der französischen Handelskette.

Berichten zufolge wurden Abtauvorgänge aus der Ferne ausgelöst

RFI berichtete, dass die Störung auf aus der Ferne ausgelöste Abtauvorgänge zurückgeführt wurde. Bei einem Abtauvorgang wird Eis in einer Kühlanlage entfernt. RFI berichtete über den Angriff auf die Kühlsysteme.

Vernetzte Industrieanlagen und ihre Auslegung

Industrielle Anlagen werden unter anderem über Sensoren und Fernüberwachung vernetzt. Antoine Hautin, Generalsekretär der Cybersicherheitsberatung Almond, ordnete die Entwicklung historisch ein: Bei der Auslegung solcher Systeme hätten Zuverlässigkeit und Kostenkontrolle häufig Vorrang vor dem Schutz vor Cyberangriffen gehabt. La Vanguardia berichtete über Hautins Einordnung.

Intermarché zur Versicherung

La Vanguardia zufolge erklärte Intermarché, dass seine Versicherung diese Art von Vorfall in den eigenen Märkten nicht abdecke. Diese Angabe bezog sich auf Intermarché. Der Bericht von La Vanguardia schilderte auch Hautins Einschätzung zur Auslegung industrieller Systeme.