Der Concorde ist zweifellos eines der am besten dokumentierten Flugzeuge der Geschichte. Ein wahres Kunstwerk mit Flügeln und ein außergewöhnliches Beispiel für in den Transportwesen umgesetzten Futurismus. Seine Ausmusterung im Jahr 2003 verurteilte uns zur „subsonischen Tyrannei“, und jedes Bild des Concorde spiegelt das Potenzial einer Zukunft, die nie eingetreten ist. Doch es gibt ein Detail, das nicht jeder kennt: Es gibt nur ein einziges Foto des Concorde, der mit Überschallgeschwindigkeit fliegt. Warum? Sagen wir einfach, es war schwer, mit ihm Schritt zu halten…
Die Geschichte besagt, dass der Erstflug des Concorde im März 1969 stattfand, doch er musste bis Januar 1976 warten, bis er in Dienst gestellt wurde. Seinen schnellsten transatlantischen Flug absolvierte er im Februar 1996, als er New York und London in 2 Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden verband. Sein Schicksal wurde vier Jahre später besiegelt, als der Air France 4590 kurz nach dem Start abstürzte. Die gesamte Flotte wurde eingefroren und kehrte im November 2001 in den aktiven Dienst zurück, doch der Rückgang der Nachfrage und die Auswirkungen des „9/11“ bestätigten nur seine Ausmusterung im Mai (Air France) und November (British Airways) 2003.
Nun, der Concorde ist nie wirklich verschwunden. Von den 20 gebauten Flugzeugen sind 18 erhalten geblieben, und die Öffentlichkeit kann sie ohne größere Schwierigkeiten aus nächster Nähe betrachten. Doch dieses Gefühl der „Unerreichbarkeit“ schwingt in unseren Gedanken weiter mit, und mit diesem Artikel möchte ich es verstärken. Warum? Weil es trotz all des verfügbaren Materials nur eine einzige Fotografie des Concorde gibt, der mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs ist.
Der Concorde im Überschallflug: Dem Schnellsten auf der Spur
Das Bild wurde vom Fotografen Adrian Meredith aufgenommen, während er in einem RAF Tornado über der Irischen See flog. Vom technischen Standpunkt aus hätte der Tornado die Fähigkeit gehabt, den Concorde in der Geschwindigkeit einzuholen, aber in der Praxis brauchte es etwas Hilfe. Zuerst wurden alle sekundären Komponenten entfernt, sodass nur das Minimum für einen sicheren Flug übrig blieb. Und zweitens reichte selbst das nicht aus, denn nach mehreren Versuchen musste der Concorde auf Mach 1,5/1,6 verlangsamen, damit der Tornado ihn einholen und ein stabiles Bild halten konnte. Insgesamt konnte der Tornado dem Concorde nur vier Minuten lang folgen.
Autopilot, 37 Kilometer pro Minute, 17.000 Meter, und zwei Kontinente in drei Stunden oder weniger verbinden. Vielleicht war er nicht „das erste seiner Art“, aber der Concorde… war einzigartig.
Quelle: The Aviation Geek Club