Miniaturisieren von Menschen ist in Hollywood nicht besonders originell. Es gibt viele Werke, in denen Figuren mit sehr unterschiedlichen Maßstäben zu sehen sind, aber die Frage ist: Wie erzielen sie diesen Effekt? Jamie Price war der Visual-Effects-Supervisor für den aktuellen Film „Downsizing“ mit Matt Damon und begleitet uns auf einer langen Reise, die mit einem Klassiker wie „Frankensteins Braut“ beginnt.
Einige Namen kommen uns sofort in den Sinn: „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ mit Rick Moranis, „Ant-Man“ aus dem Marvel-Universum, die Sagen von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ ... alle diese Filme zeigen auf ihre Weise Miniaturmenschen, und jedes Projekt hat eine Reihe sehr praktischer Methoden eingesetzt, um die Illusion aufrechtzuerhalten. Nun ist die Frage: Wie machen sie es genau? Eine der besten Möglichkeiten, das zu verstehen, ist, die Ursprünge der Miniaturmenschen im Film kennenzulernen, mit dem Leitfaden des Visual-Effects-Experten Jamie Price, der an Projekten wie „The Two Towers“, „Australia“, „Pacific Rim“, dem Reboot von „RoboCop“ und zuletzt „Downsizing“ gearbeitet hat.
Eine Reise durch die Filmgeschichte
Das Video beginnt mit einem historischen Beispiel: „Frankensteins Braut“. Für die Szene mit den Menschen in Flaschen wurden Maße im Set genommen, die Größe der Flaschen verändert, die Schauspieler aus größerer Entfernung gefilmt, und die Komposition wurde mithilfe der Williams-Methode, einem „Vorfahren“ des Blue-Screen-Verfahrens. Im Fall von „Dr. Zyklop“ war die Williams-Methode aufgrund der Farbverwendung ungeeignet, was zu einem umfangreichen Einsatz der Rückprojektion führte, kombiniert mit mechanischen Effekten im Vordergrund wie der Hand des Arztes.
„Darby O’Gill and the Little People“ folgte dem Weg der erzwungenen Perspektive und der Manipulation veränderter Spiegel (indem man einen Teil der reflektierenden Oberfläche entfernte). Zur Zeit von „Hook“ kamen wir in eine fortgeschrittene Nutzung des Blue Screens und fotografische Elemente mit echten Miniaturen (die Flügel von Tinkerbell). Die ganze schwere Artillerie zeigte ihr Potenzial jedoch in „Der Herr der Ringe“, wo erzwungene Perspektive, Compositing, digitale Bearbeitung, Roboterunterstützung und Motion Control verschmolzen wurden, nicht nur bei den Kameras, sondern auch bei den Schauspielern und den Objekten im Set. Schließlich entschieden sie sich bei „Downsizing“ dafür, die Verwendung von riesigen Objekten einzuschränken (obwohl es einige gab), und setzten auf eine alte Technik, die mit modernen Werkzeugen optimiert wurde: Rotoscoping.