Stadion, Arena, Ingenieurswunder, Exzess, Extravaganz… ehrlich gesagt, es ist egal. Die Las Vegas Sphere ist seit fast zehn Monaten in Betrieb und erstaunt uns immer noch. Doch eine Frage taucht immer wieder auf: Wie funktioniert sie? Welche Art von Hardware kann diese Armee von LEDs bewegen? Die Antwort liefert ein kleiner Eintrag im offiziellen Nvidia-Blog. Der grüne Riese aus Santa Clara bietet nicht nur das Beste in Sachen Grafik, sondern kümmert sich auch um Datenverarbeitung, allgemeine Konnektivität und Streaming.

Die Las Vegas Sphere: Welche Hardware steckt dahinter?
Die Las Vegas Sphere

Die Geschichte erzählt, dass das Projekt MSG Sphere im Februar 2018 begann, dank einer Vereinbarung zwischen der Madison Square Garden Company und Las Vegas Sands Corporation. Die ursprünglich geplanten Kosten lagen bei etwa 1,2 Milliarden US-Dollar, aber die Auswirkungen der Pandemie, die Chipknappheit und die steigende Inflation in den USA verwandelten diese Zahl in 2,3 Milliarden US-Dollar. Mit anderen Worten: Die Sphere ist das teuerste Unterhaltungsprojekt in der gesamten Geschichte von Las Vegas sogar noch vor dem Allegiant Stadium (wo der Super Bowl LVIII ausgetragen wurde).

Und das Endergebnis ist… imponierend. Ihre Eröffnung markierte die Rückkehr von U2 zu Live-Auftritten mit einer Residenz von 40 Terminen (U2:UV Achtung Baby Live at Sphere), die von Publikum und Fachpresse sehr gut aufgenommen wurde. Aber hinter all dieser Magie steckt eine immense Feuerkraft, ein Monstrum an Hardware, das die Wiedergabe der Inhalte ohne Unterbrechungen oder Ruckeln garantieren muss.

Die Las Vegas Sphere: Millionen von LEDs und Nvidia Hardware

Die Las Vegas Sphere: Welche Hardware steckt dahinter?
Nvidia RTX A6000. Die Sphere verwendet „etwa“ 150 dieser Karten.

Der äußere Teil ist das, was als Exosphäre bekannt ist, und besteht aus insgesamt 1,23 Millionen LED-„Scheiben“ oder „Pucks“, von denen jeder mit 48 Dioden ausgestattet ist und die einen Abstand von 20 Zentimetern haben (andere Quellen sprechen von 22,8 cm). Aber noch beeindruckender ist der Innenbildschirm, der aus 64.000 LED-Panels besteht, die zusammen eine 16K x 16K-Konfiguration bilden, die größte ihrer Art auf dem Planeten. Wenn wir dazu insgesamt 167.000 Lautsprecher, Verstärker und Verarbeitungskanäle mit Beamforming-Fähigkeit hinzuzählen, bietet die Sphere ein einzigartiges Erlebnis.

Die Las Vegas Sphere: Welche Hardware steckt dahinter?
Nahaufnahme der „Pucks“ auf dem Außenbildschirm.

Aber nichts davon wäre ohne Hardware im Hintergrund möglich, und da kommt Nvidia ins Spiel. Nvidia erklärt in seinem Blog, dass die Sphere etwa 150 Nvidia RTX A6000-Karten verwendet, jede mit 48 Gigabyte GDDR6-Speicher, ECC-Korrektur und einer TDP von 300 Watt (falls du interessiert bist, es ist eine GPU für 4.500 US-Dollar).

Auf der Konnektivitätsseite sind auch Nvidia BlueField-Datenverarbeitungseinheiten, Nvidia ConnectX-6 Dx-NICs mit einer maximalen Geschwindigkeit von 400 Gigabit pro Sekunde, der Nvidia DOCA Firefly Service (der PTP-Unterstützung für BlueField bietet) und das Rivermax SDK für Streaming-Plattformen im Einsatz. All das ist notwendig, damit die Synchronisation perfekt ist, und Nvidia erwähnt eine Präzision im Sub-Mikrosekundenbereich.

Quellen: Nvidia, Hackaday