Drei Menschen, die im Werk Icheon von SK hynix gearbeitet hatten, reichten am 7. Oktober 2026 bei der südkoreanischen Korea Workers’ Compensation and Welfare Service Entschädigungsanträge wegen Erkrankungen ein. Die Fallbeschreibungen nennen Lymphom, Brustkrebs und einen Hirntumor; über den möglichen Zusammenhang mit der Arbeit sollte eine Untersuchung Aufschluss geben.

Drei Anträge am Standort Icheon

Die Korea Workers’ Compensation and Welfare Service ist für die Prüfung und Entscheidung über solche Anträge zuständig. Die drei Fälle wurden mit diesen Erkrankungen und Tätigkeiten beschrieben:

ErkrankungBeschriebene Tätigkeit
LymphomBedienung einer Ionenimplantationsanlage
BrustkrebsArbeit in der chemischen Analyse
HirntumorForschung und Entwicklung mit Lötarbeiten an Halbleiterchips

Nickelvorwurf und Reaktion von SK hynix

Am 7. Oktober 2026 behauptete SHARPS-Aktivist Lee Sang-soo, Nickel und Nickelverbindungen stünden auf einer Liste verbotener Chemikalien von SK hynix und würden dennoch eingesetzt. Lee berief sich auf Daten, die SK hynix nach seiner Darstellung dem südkoreanischen Umweltministerium gemeldet hatte.

Unabhängig davon erklärte SK hynix, mit staatlichen Untersuchungen zu kooperieren und Maßnahmen zu ergreifen, um das Auftreten von Erkrankungen besser zu erfassen. Das Unternehmen verwies außerdem auf einen umfassenden Unterstützungs- und Entschädigungsplan.

Die behördliche Prüfung

Ein Vertreter der Korea Workers’ Compensation and Welfare Service erklärte am 7. Oktober 2026, eine epidemiologische Untersuchung sei nötig, bevor über die Anerkennung entschieden werde. Dabei werden Erkrankungsmuster und mögliche Einflussfaktoren in Gruppen untersucht. Der Vertreter schätzte, dass eine Entscheidung etwa ein Jahr dauern könnte.