Künstliche Intelligenz, autonome Autos, Cloud-Dienste, tragbare Geräte, neue Generationen von Smartphones und Tablets, Hybrid-Computer… ARM hat alle Hände voll zu tun, daran besteht kein Zweifel. Der Gigant aus Cambridge rechnet mit 100 Milliarden Chips in den nächsten fünf Jahren, und das bedeutet enorme Unterschiede in Bezug auf Leistung und Energieverbrauch. Einen großen Teil davon hat ARM mit big.LITTLE gelöst, doch neue Anforderungen erfordern eine neue Architektur – und genau hier kommt DynamIQ ins Spiel.
Die überwältigende Mehrheit der Smartphones und Tablets besitzt einen ARM-Chip im Inneren. Das gilt auch für eine stetig wachsende Zahl von Routern. Selbst der Raspberry Pi, der 12,5 Millionen verkaufte Einheiten erreicht hat, basiert in allen Modellen auf ARM-Technologie. Und ehrlich gesagt ist es nicht schwer zu verstehen, warum. Die Hardware bietet ein immer besseres Verhältnis von Leistung zu Energieeffizienz, die Lizenzen sind flexibel und die Kosten bleiben insgesamt gering. Gleichzeitig hat ARM im mobilen Bereich praktisch keine Konkurrenz – doch statt sich auszuruhen, denkt das Unternehmen bereits an Expansion. Was hat es im Ärmel? Nichts weniger als eine neue Architektur: DynamIQ.
Was ist DynamIQ?
Aus gewisser Sicht ist DynamIQ der nächste evolutionäre Schritt für big.LITTLE, eine große Wette auf heterogene Konfigurationen und mehr Flexibilität. Je nach Kundenwunsch kann DynamIQ bis zu acht Kerne pro Knoten mit mehreren Varianten liefern. Das bedeutet, dass ARM unter einem einzigen Knoten Kerne verschiedener Familien kombinieren kann, was die ursprünglichen Grenzen von big.LITTLE aufbricht. Leider hat ARM nicht allzu viele technische Details zu diesen theoretischen Varianten preisgegeben, aber es bestätigte, dass Künstliche Intelligenz eine Priorität bei DynamIQ sein wird – mit einer bis zu 50-fachen Leistung in solchen Anwendungen – und dass die Kerne unabhängig voneinander in Spannung, Frequenz und Ruhezustand gesteuert werden können.
Das Potenzial von DynamIQ ist gigantisch. ARM erwartet die neue Architektur in autonomen Autos und Haushalten, Plattformen für Deep Learning und natürlich in mobilen Geräten. Es wird sehr interessant sein, die nächste Generation von Smartphones und Tablets mit viel exotischeren Kern-Konfigurationen zu beobachten.