Hinter der Solarenergie (und auch anderen Quellen) steckt ein grundlegendes Problem: Es fehlt eine stabile und effiziente Möglichkeit, überschüssige Energie langfristig zu speichern. Batterien leisten im Moment ganz gute Arbeit, aber es wäre verrückt, zu erwarten, dass ein Li-Ion-Akku seine Ladung fünf oder zehn Jahre behält. Ein Team der Technischen Universität Chalmers in Schweden glaubt, den Schlüssel zur Lösung dieses Problems gefunden zu haben. Es handelt sich um ein thermisches Fluid, das Solarenergie 18 Jahre lang speichern kann und sogar einen Transport wie ein herkömmlicher Brennstoff ermöglicht.
Als beste handelsübliche Akkus mit geringster Selbstentladung gelten die Eneloop von Sanyo / Panasonic / FDK-Fujitsu. Die letzte Generation verliert bei einem Jahr Lagerung nur etwa 15 Prozent ihrer Ladung. Um diese Werte zu übertreffen, muss man auf nicht wiederaufladbare Optionen ausweichen. Diese Technologie ist auf persönlicher Ebene sehr nützlich, bringt aber nichts, wenn wir den Maßstab erhöhen. Denken wir zum Beispiel an einen Solarpark: Wie speichern wir den Überschuss? Wie transportieren wir ihn?
Ein Video von CNN zeigt die Forschungsarbeit.
Hier kommt das Konzept der flüssigen Solarenergie ins Spiel. Es ist nicht gerade neu, denn in den letzten zehn Jahren wurden mehrere Studien dazu veröffentlicht, aber eine der vielversprechendsten Arbeiten führt uns zur Technischen Universität Chalmers in Schweden. Anstatt wie eine herkömmliche Batterie Strom zu erzeugen, gibt die Flüssigkeit ihre Wärme ab, wenn sie durch einen passenden Katalysator aktiviert wird. Raumheizung ist das Erste, was einem in den Sinn kommt, aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.
Aus technischer Sicht durchläuft die Flüssigkeit einen Umwandlungsprozess. In der ersten Phase basiert sie auf dem Kohlenwasserstoff Norbornadien, dessen Moleküle sich in Quadricyclan verwandeln, wenn sie mit Sonnenlicht beschossen werden. Mit anderen Worten, es ist eine „geladene Version“ des Moleküls, aber am wichtigsten ist seine Stabilität: Es kann bis zu 18 Jahre ohne größere Verschlechterung seiner Eigenschaften auskommen. Die Energiedichte der Reaktion liegt auf einem ähnlichen Niveau wie bei einer Hochleistungsbatterie.
https://old.neoteo.com/ibm-bateria-libre-de-metales/Natürlich müssen wir die Frage stellen: Wie lange? Im besten Fall … zehn Jahre. So unglaublich es klingen mag, bei der Nutzung erneuerbarer Energien muss noch viel Fortschritt erzielt werden, aber früher oder später wird der Transport dieser Energie eine riesige Herausforderung sein, und wir müssen jetzt daran arbeiten.
Quelle: CNN