Gaming mit einem 1-Euro-Prozessor im Jahr 2023
Gaming mit einem 1-Euro-Prozessor im Jahr 2023

Die Hardware-Anforderungen der neuesten Spiele sind explodiert, und dazu kommen noch jede Menge Probleme – von groben Bugs bis zur mangelnden Optimierung. Forspoken, Hogwarts Legacy, The Last of Us Part I, Star Wars Jedi: Survivor, Redfall, Starfield, City Skylines II … – der Markt hat uns dieses Jahr ordentlich durchgeschüttelt, und es ist noch nicht vorbei! Natürlich gibt es Ausnahmen wie Baldur’s Gate III und Alan Wake II (das uns übrigens mit seinen Mindestanforderungen erschreckt hat), aber im Großen und Ganzen ist das alles ein Haufen „ugh“.

Heute scheinen Spiele einem von zwei Wegen zu folgen: Entweder sie kommen komplett kaputt auf unsere Systeme (mit dem Versprechen, später alles zu beheben) oder sie verlangen tausende Euro an Hardware für einen einigermaßen akzeptablen Bildrate. Doch das hält uns nicht davon ab, die Grenzen auszutesten. In der Praxis zeigt sich, dass wir gar nicht so viel Feuerkraft brauchen. RandomGaminginHD hat genau das ausprobiert und einen PC mit einem Prozessor gebaut, der gebraucht etwas mehr als einen Euro kostet.

Was können wir mit einem 1-Euro-Prozessor spielen?

Wir können einen anderen Weg einschlagen: alte Hardware maximal ausreizen, schauen, was sie kann, und bei Bedarf andere Spielekataloge erkunden, die ein paar Jahre auf dem Buckel haben.

RandomGaminginHD, einer meiner Lieblingskanäle auf YouTube, hat einen Gaming-PC mit dem absoluten Minimum zusammengebaut. Dabei kam ein Intel Core i3-4170 zum Einsatz – ein 2C/4T-Prozessor der Haswell-Familie, der in ein paar Monaten neun Jahre alt wird.

Gaming mit einem 1-Euro-Prozessor im Jahr 2023
Der Intel Core i3-4170 kam im März 2015 auf den Markt. Zwei Kerne, vier Threads, 3,7 GHz.

Wie viel hat RandomGaminginHD für diesen Prozessor bezahlt? Nur ein Pfund Sterling bei CeX (einer Second-Hand-Kette), also umgerechnet 1,14 Euro. Aber am beeindruckendsten ist, dass sich der Core i3 trotz seiner natürlichen Einschränkungen behaupten konnte.

Obwohl es nicht viel Sinn ergibt, eine GeForce GTX 1070 in dieser Konfiguration zu verwenden, schaffte es der Prozessor in fast allen Fällen, eine Basis von 30 FPS zu liefern. Offensichtlich ist der Flaschenhals brutal – aber wir haben schon Schlimmeres gesehen.

Warzone hielt einen Durchschnitt von 40 FPS, CS2 verliert zwar an Leistung, je länger das Spiel läuft, aber die Zahlen waren nicht so schrecklich. GTAV und Minecraft liefen sehr gut, und sogar Cyberpunk 2077 startete ordnungsgemäß.

Der Punkt ist: Mit einem Limit von 30 oder 40 FPS sollte das Gesamterlebnis nicht schrecklich sein – und wir sprechen hier von einem Euro.