Google kündigte am 12. Oktober 2026 ein Update für Fitbit Air an: Health Guardian soll Trends zu Blutdruck und Insulinresistenz liefern, die automatische Aktivitätserkennung soll künftig mehr als 100 Aktivitäten erfassen. Google setzte den Rollout für später im Oktober an. BGR meldete am 19. Oktober, einzelne Neuerungen würden bereits ausgerollt. Googles Ankündigung nennt auch die Bedingungen für die neuen Funktionen.
Health Guardian liefert Trends mit festen Tragezeiten
Für die Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends ist Google Health Premium erforderlich. Für den monatlichen Insulinresistenz-Bericht muss Fitbit Air an mindestens sieben Tagen im Monat getragen werden. Beim Blutdruck-Trend braucht es mindestens fünf aufeinanderfolgende Tragetage innerhalb einer Woche. Google nennt diese Schwellen und die gesundheitlichen Einschränkungen der Funktionen.
Google ordnet die Trends als allgemeine Wellness-Informationen ein. Sie sind weder klinische Echtzeitmessungen noch eine Diagnose oder ein Vorsorgetest für Diabetes. Die Werte sollen nicht dazu dienen, Medikamente oder Behandlungen anzupassen; Schwangere sollen die Funktionen nicht nutzen. Google weist außerdem darauf hin, dass die Verfügbarkeit je nach Land und Gerät variiert.
Google kündigte die Health-Guardian-Trends auch für Fitbit Edge an. Wer sich für Googles weiteres Fitnessarmband interessiert, findet in unserem Bericht zu Fitbit Edge mit Wechselakku die damalige Geräteankündigung.
Wann Fitbit Air Trainings automatisch protokolliert
Google erweitert die automatische Erkennung von 10 auf mehr als 100 Aktivitäten. Dazu zählen Krafttraining, Schwimmen sowie Rückschlag- und Mannschaftssport. Das Modell berücksichtigt Trainingsroutinen, frühere Daten und manuelle Änderungen; den Standort bezieht es nur mit entsprechender Berechtigung ein.
Ein Training wird automatisch protokolliert, wenn es die Mindestdauer erreicht und die Herzfrequenz anhaltend erhöht ist. Standardmäßig liegt die Mindestdauer bei 15 Minuten. Eine Zusammenfassung soll typischerweise innerhalb von 30 Minuten in der Smartphone-App erscheinen. Wer eine erkannte Aktivität bestätigt oder bearbeitet, hilft laut Google dabei, individuelle Muster für spätere Vorhersagen zu verfeinern.
Google zufolge erkannte das neue Modell in Offline-Auswertungen im Vergleich zum Vorgänger nahezu doppelt so genau und verringerte die Zahl verpasster Trainings um mehr als die Hälfte. Das sind Ergebnisse dieser Offline-Auswertungen, keine garantierten Resultate für einzelne Nutzer.
Welche Integrationen Google Health ergänzen sollen
Google kündigte außerdem Verbindungen zu Gesundheits- und Ernährungsdiensten an. Die geplante Anbindung des kontinuierlichen Glukosemessgeräts Abbott Lingo und der Import von Laborergebnissen über Function Health beziehen sich auf Nutzer in den USA. Für Abbott Lingo nannte Google den Zeitraum „bald“, für Function Health den späteren Herbst 2026.
MyFitnessPal-Nutzer mit Premium können detaillierte, lebensmittelspezifische Protokolle mit Google Health teilen. Nutzer ohne Premium können weiterhin tägliche Mahlzeitenprotokolle übertragen. Der direkte Datenabgleich mit Flo Health sollte Anfang 2027 beginnen.