Google kündigte am 3. November 2026 eine Umstellung für KI-Dienste in US-Schulkonten des K–12-Systems an: Sie sollten standardmäßig deaktiviert sein, bis die Schulverwaltung sie freischaltet. Google plante die Änderung für Anfang 2027. Lehnt eine Schule KI vollständig ab, soll auch der Zugang ihrer Schülerinnen und Schüler zu Google Search im Schulumfeld entfallen.

Am 21. Oktober 2026 hatten die US-Senatoren Richard Blumenthal und Josh Hawley Google Fragen zu KI an Schulen gestellt. NeoTeo berichtete über ihr Schreiben.

Welche Google-Dienste einzeln steuerbar sein sollen

Schulverwaltungen sollen Gemini, Gemini Notebook und Google Search einzeln ein- oder ausschalten können. Nach der angekündigten Regel sollten alle drei Dienste zunächst deaktiviert sein, bis eine Verwaltung sie freischaltet. K–12 bezeichnet das US-Schulsystem vom Kindergarten bis zur 12. Klasse.

Was ein schulweiter KI-Verzicht für Search bedeutet

Entscheidet sich eine Schule vollständig gegen KI, soll für ihre Schülerinnen und Schüler auch Google Search im Schulumfeld nicht mehr zugänglich sein. Die Einzelschalter betreffen einzelne Dienste; die berichtete Suchfolge gilt für den vollständigen KI-Verzicht einer Schule.

Lina Khan, ehemalige Vorsitzende der US-Handelskommission, kritisierte die Bedingung als Druck auf Schulen, KI zu übernehmen. Josh Golin, Direktor der Kinderrechtsorganisation Fairplay, empfahl Schulen, Googles KI-Werkzeuge abzuschalten. Er verwies auf Bedenken zur Sicherheit von Kindern und zu möglichen Folgen für Bildung und kritisches Denken.

Google plante außerdem eine Funktion, die Schülerinnen und Schüler beim Bearbeiten von Aufgaben Schritt für Schritt anleiten soll. Die Lernhilfe soll sie durch Probleme führen, statt lediglich schnelle Antworten zu liefern.