Codex mit GPT-6 Astra (xhigh) soll alle Quests in der Orc-Startzone von World of Warcraft in rund 40 Minuten und ohne Todesfälle abgeschlossen haben. Der Entwickler des Open-Source-Projekts agent-wow beschrieb den Lauf in einem am 2. Oktober veröffentlichten Projektbericht. Der Agent lief dem Bericht zufolge auf einem lokalen privaten Server mit AzerothCore.

Ohne Spielbilder, aber mit Spieldaten

Der Agent erhielt laut Entwickler keine Spielbilder als Eingabe. Stattdessen nutzte er ausgewählte Pakete aus der Kommunikation mit dem Server sowie Daten aus der AzerothCore-SQL-Datenbank. Diese enthielten unter anderem Questanforderungen, Questgeber, Abgabe-NPCs und Spawn-Koordinaten.

Für die Wegfindung soll der Agent außerdem ein C++-Hilfsprogramm erstellt haben. Es verwendete Detour und lokale Navigationsnetze – digitale Karten, die mögliche Wege durch die Spielwelt abbilden. Der Entwickler berichtet zudem, dass der Agent in Bereichen mit unvollständigen Kollisionsdaten durch Wände gelangen konnte.

Wie agent-wow die Aktionen übermittelte

agent-wow stellte ein Modulsystem bereit, aber keine fertigen Mechaniken für Bewegung, Kämpfe oder Interaktionen. Der Agent entwickelte laut Projektbericht ein Modul, das ausgewählte Serverpakete senden und abonnieren konnte. Ein Python-Skript fragte die Pakete ab, wertete sie aus und aktualisierte damit ein Modell des Spielzustands, etwa zu Gesundheit, Kreaturen in der Nähe und Questfortschritt. Anschließend übermittelte es Aktionen an AzerothCore.

Der berichtete Lauf blieb eine einzelne Aufgabe

Der Entwickler beschreibt eine konkrete Questaufgabe auf einem lokalen privaten Server. Eine allgemeine Spielfähigkeit über verschiedene Spiele oder Aufgaben hinweg lässt sich daraus nicht ableiten. Im Bericht vom 2. Oktober bezeichnete der Entwickler komplexere Aufgaben und Mehragenten-Spiel als künftige Experimente. Außerdem gab er an, dass der Lauf nicht in einer Sandbox stattfand; Sandbox-Schutz nannte er als geplante Weiterentwicklung.