IBM kündigte am 30. September 2026 die allgemeine Verfügbarkeit von IBM Bob zum Selbsthosting an. Unternehmen können die Entwicklungsplattform in kundengesteuerten Umgebungen betreiben – etwa vor Ort, in einer Private Cloud, einer souveränen Cloud oder in abgeschotteten Umgebungen. Welche Modelle dabei infrage kommen, hängt von der Konfiguration ab.
IBM Bob ist für selbst verwaltete Umgebungen verfügbar
IBM beschreibt Bob als agentische Plattform für Softwareentwicklung und Modernisierung. Sie soll Teams bei Aufgaben von der Analyse und Planung bis zur Umsetzung und Validierung unterstützen.
Für den Betrieb nennt IBM Rechenzentren vor Ort (On-Premises), Private Clouds, souveräne Clouds und abgeschottete Umgebungen. Zum Funktionsumfang zählen eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE), BobShell, parallele Werkzeugaufrufe, ein Agent-Harness sowie Skills und Modi.
Welche Modelle IBM für die Konfigurationen nennt
IBM führt zwei Modelle für selbst gehostete Konfigurationen auf. Vier weitere nennt das Unternehmen für hybride beziehungsweise Private-SaaS-Konfigurationen. Bei Letzteren wird ein externer Modelldienst über ein unterstütztes privates SaaS-Verbindungsmuster angebunden.
| Konfiguration | Modellstandort oder Verbindung | Von IBM genannte Modelle | Zugriff und Verwaltung |
| Selbst gehostet | Modell auf der Infrastruktur des Kunden | NVIDIA Nemotron; Poolside Laguna | Kunden beschaffen den Modellzugriff und installieren und verwalten das Modell selbst. |
| Hybrid beziehungsweise Private SaaS | Verbindung zu einem externen Modelldienst über ein unterstütztes privates SaaS-Muster | Claude Sonnet 5.0; Claude Opus 4.8; Gemini 3.7 Flash; OpenAI GPT 5.6 Sol | Kunden stellen den Zugriff auf ein unterstütztes Modell bereit. |
IBM nennt außerdem Bring Your Own License (BYOL) als Möglichkeit für Kunden mit geeigneten bestehenden Modelllizenzen. Drei optionale Pakete betreffen Java-Modernisierung, IBM i und IBM Z; dafür gelten die jeweiligen Lizenz- und Bereitstellungsanforderungen.
Was Unternehmen selbst verwalten
Kunden stellen den Zugriff auf ein unterstütztes Modell bereit. Bei selbst gehosteten Konfigurationen installieren und verwalten sie das Modell auf ihrer eigenen Infrastruktur. Das gewählte Modell und die Bereitstellung bestimmen, wo die Inferenz – also die Verarbeitung einer Anfrage durch das Modell – stattfindet und wie Code und Entwicklungskontext verarbeitet werden.
IBM zufolge kann eine unterstützte selbst gehostete Modellkonfiguration Code, Entwicklungskontext und Build-Artefakte innerhalb der kundengesteuerten Umgebung halten. Für Unternehmen zählt daher sowohl der Ort des Betriebs als auch die konkrete Modellkonfiguration und der damit verbundene Verarbeitungsweg.
Warum der Datenstandort für Unternehmen zählt
In einem im Juni 2026 veröffentlichten Bericht führte IBM an, dass 68 % der befragten Führungskräfte die Erfüllung von Anforderungen an Datenresidenz und Datensouveränität über Ländergrenzen hinweg als Herausforderung bewerteten.