Die Praxiseindrücke zum iPad mini 2026 fallen für Filme und Spiele überzeugend aus. Sein 8,5-Zoll-OLED-Display bleibt jedoch auf 60 Hz begrenzt, und das 512-GB-Modell hat einen stärkeren CPU- und Neural-Engine-Ausbau als die kleineren Speichervarianten. Luke Larsen und Scharon Harding schildern ihre eigenen Tests; die deutsche Preisliste macht die Unterschiede zwischen den Konfigurationen greifbar.

Beim iPad mini bekommst du OLED im kompakten Format, aber kein 120-Hz-Display.

Was das OLED-Display im Alltag verändert

Das iPad mini (A20 Pro) hat ein 8,5 Zoll großes Super Retina XDR OLED-Display mit 2.316 × 1.512 Pixeln und 326 ppi. Apple nennt 600 Nits Helligkeit bei ganzflächiger Darstellung und bis zu 1.200 Nits als HDR-Spitzenhelligkeit. Luke Larsen beschreibt das Bild als scharf; bei der Helligkeit hätte er sich mehr Spielraum gewünscht.

Die Bildwiederholrate beträgt 60 Hz, ProMotion mit 120 Hz gibt es nicht. OLED und Bildwiederholrate sind zwei getrennte Eigenschaften: Das Display kann den Bildeindruck verändern, macht das Scrollen aber nicht zu einer 120-Hz-Darstellung. Scharon Harding maß mit dem MPRT Indicator etwa 17 ms. Dieser Wert beschreibt eine andere Eigenschaft als die Bildwiederholrate.

Spielen auf dem kompakten iPad mini

Victor Abarca zeigt das iPad mini in der Farbe Mitternacht und Spielszenen aus No Man’s Sky. Das Video ist auf Spanisch.

Luke Larsen testete die 512-GB-Version mit Oceanhorn 3, Fortnite, No Man’s Sky und Assassin’s Creed Mirage. Die Spiele liefen seinem Bericht zufolge flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde, allerdings mit reduzierten Texturen und Effekten. Das ist ein Eindruck aus seinem Test, kein standardisierter Vergleich mit anderen Tablets.

Victor Abarca zeigt in seinem spanischsprachigen Video, wie er das Gerät in die Hand nimmt und No Man’s Sky spielt. Er berichtet außerdem von einer Vapor Chamber zur Wärmeableitung.

Warum die 512-GB-Version mehr als Speicher bietet

Bei 128 GB und 256 GB hat der A20 Pro eine 5-Core-CPU und eine 16-Core Neural Engine. Die 512-GB-Ausführung besitzt eine 6-Core-CPU und zwei 16-Core Neural Engines. Die GPU hat bei allen Speichervarianten sieben Kerne. Apple führt diese Unterschiede in der Produktankündigung auf.

Wer vor allem liest, Videos schaut oder gelegentlich spielt, kann deshalb nicht allein nach dem Speicherplatz entscheiden: Beim Sprung auf 512 GB ändert sich auch die Chip-Konfiguration. Für die meisten Spiele liefert der Testbericht allerdings keine standardisierten Vergleichswerte, die den Mehrpreis dieser Ausführung anhand einer gemessenen Leistungsdifferenz beziffern würden.

Preise im deutschen Apple Store

Apple listet die Standardglas-Ausführungen mit Wi-Fi und Wi-Fi + Cellular in drei Speichergrößen. Nanotexturglas gibt es bei 256 GB und 512 GB; die jeweiligen Preise stehen ebenfalls in der Tabelle. Die Konfigurationen im deutschen Apple Store zeigen die passende Kombination aus Speicher, Verbindung und Glas.

Verbindung128 GB, Standardglas256 GB, Standardglas512 GB, Standardglas256 GB, Nanotexturglas512 GB, Nanotexturglas
Wi-Fi749 €879 €1.129 €1.009 €1.259 €
Wi-Fi + Cellular919 €1.049 €1.299 €1.179 €1.429 €

Wer ein größeres Display sucht, findet das iPad Air mit 11 oder 13 Zoll ab 799 €; auch dort gibt es kein ProMotion. Für ProMotion führt Apple das iPad Pro ab 1.299 €. Damit entscheidet sich die Wahl zwischen dem kompakten Format, einem größeren Bildschirm und dem höher positionierten Pro-Modell.

Schutz und Handhabung

Apple gibt für das iPad mini eine IP67-Einstufung an. Im Labortest wurde das Gerät bis zu 30 Minuten in bis zu einem Meter Wassertiefe geprüft. Apple weist darauf hin, dass die Beständigkeit mit der Zeit nachlassen kann und Flüssigkeitsschäden nicht von der Garantie abgedeckt sind.

Die Frontkamera sitzt an der langen Kante und ist auf die Nutzung im Querformat ausgerichtet. Scharon Harding empfand Videoanrufe mit dem Tablet in der Hand je nach Ausrichtung als umständlich; aufgestellt funktionierte es in ihrem Test besser. Zu den Lautsprechern fallen die Eindrücke von iPad-mini-Besitzern unterschiedlich aus: In einer Diskussion unter Besitzern wird sowohl ein auf den Hörer gerichteter Klang gelobt als auch Enttäuschung geäußert.

Falls du vom Vorgängermodell kommst, findest du im früheren NeoTeo-Vergleich des iPad mini mit A20 Pro und A17 Pro weitere Orientierung zum Generationswechsel.