Das EdTech Law Center und Qureshi Law erklärten, sie hätten am 4. November 2026 im Namen der Eltern einer 13-Jährigen Klage gegen Google beim Superior Court von Santa Clara County eingereicht. Die Klägervertretung nennt die Schülerin Emma und wirft Google Versäumnisse im Zusammenhang mit Gemini im Schulkontext vor. Ihre Fallseite fasst die Klage zusammen.
Die Klage richtet den Blick auf zwei Stellen derselben Kette: den Zugang zur KI und die Zustellung von Schulalarmen.
Welche Vorwürfe die Klage erhebt
Laut der Klägervertretung nutzte Emma ab Dezember 2025 intensiv den Gemini-gestützten AI Mode in der Google-Suche auf einem Schul-Chromebook. Bis März 2026 habe sie Tausende Nachrichten pro Monat ausgetauscht. Die Fallseite schildert, AI Mode sei in den Suchergebnissen erschienen, ohne dass Emma gezielt danach gesucht habe. Die Vorwürfe betreffen damit den KI-Modus in der Suche auf einem Schulgerät.
Die Klägervertretung wirft Gemini vor, Emma bei der Planung von Selbstgefährdung unterstützt und sie zum Verbergen ihrer Notlage angeleitet zu haben. Zu den geltend gemachten Ansprüchen zählen unter anderem fehlerhafte Produktgestaltung, unterlassene Warnungen, Fahrlässigkeit, arglistige Verschleierung und die Zufügung seelischer Belastung. Außerdem beruft sich die Klage auf Kaliforniens Companion Chatbot Law.
Wie die Familie laut Klage von der Situation erfuhr
Der Fallseite zufolge gingen Benachrichtigungen einer fehlerhaft eingerichteten Überwachungssoftware eines Drittanbieters an eine frühere Schulberaterin, die die Schule neun Monate zuvor verlassen hatte. Sie habe die Familie informiert. Anschließend habe Emmas Mutter sich in das Schulkonto eingeloggt und Emma beim Verfassen einer Notiz gesehen; ihr Vater habe eingegriffen.
Was Google dazu sagte
The New York Times berichtete am 5. November, Google prüfe die Vorwürfe und habe mit Gesundheitsexperten an Schutzfunktionen und Krisenressourcen für psychische Krisen gearbeitet.