Microsoft weitet die Fair-Use-Limits auf weitere Funktionen von Copilot Chat aus. Für Organisationen mit mehr als 2.000 Microsoft-365-Sitzen soll der Rollout am 9. November 2026 beginnen. Microsoft zufolge startete er für Organisationen mit bis zu 2.000 Sitzen bereits am 2. November. Die angekündigten Limits betreffen Nutzer in kommerziellen Mandanten ohne separate Microsoft 365 Copilot-Lizenz. Microsofts Ankündigung im Partner Center
Für wen die Limits gelten
Copilot Chat bleibt in Microsoft-365-Abonnements enthalten. Das ist von der separaten Microsoft 365 Copilot-Lizenz zu unterscheiden: Die angekündigten Fair-Use-Limits gelten für Nutzer ohne diese zusätzliche Lizenz, die Copilot Chat im Web sowie in Desktop- und Mobil-Apps verwenden. Ein Microsoft-365-Abonnement allein bedeutet also nicht, dass ein Nutzer auch eine Microsoft 365 Copilot-Lizenz hat.
Microsoft sagt, dass für einige Funktionen, darunter die Bilderstellung, bereits Fair-Use-Limits galten. Nun kommen weitere Funktionen und Fähigkeiten hinzu.
Was passiert, wenn ein Limit erreicht ist?
Die Limits gelten für einzelne Funktionen und können sich im Tagesverlauf ändern. Erreicht ein Nutzer eine Grenze, soll Copilot Chat anzeigen, wann die betroffene Funktion voraussichtlich wieder verfügbar ist. Eine Antwort, die bereits läuft, wird laut Microsoft nicht abgebrochen.
Welche Möglichkeiten Admins und CSP-Partner haben
Administratoren können die Limits weder einsehen noch anpassen. Microsoft empfiehlt, den Helpdesk zu informieren und die Einstellungen für Lizenzanfragen zu prüfen. In den meisten Organisationen können Nutzer über die Benachrichtigung eine Microsoft 365 Copilot-Lizenz bei einem Administrator anfragen. Ein Direktkauf kann verfügbar sein, wenn die Organisation ihn erlaubt; Administratoren können Direktkäufe für einzelne Produkte deaktivieren.
CSP-Partner (Cloud Solution Provider) erhalten über die ASPX-Ansicht „Users Experiencing Usage Limits“ ein Signal, wenn Nutzer ihrer Kunden an Limits stoßen. Das ist eine Partneransicht, mit der sich betroffene Kunden erkennen lassen. Sie gibt Administratoren keinen Einblick in persönliche Grenzwerte und erlaubt keine Anpassung der Limits.
Für IT-Teams heißt das: den Helpdesk informieren und die Einstellungen für Lizenzanfragen prüfen. Die Limits selbst lassen sich nicht administrativ steuern.
Der Rollout nach Unternehmensgröße
Für Organisationen mit 2.000 oder weniger Microsoft-365-Sitzen begann der Rollout laut Microsoft am 2. November 2026. Für Organisationen mit mehr als 2.000 Sitzen ist der Start für den 9. November 2026 vorgesehen.