KeePassXC läuft unter macOS und Linux und speichert Passwörter in verschlüsselten KDBX-Datenbanken. Wenn du den Passwortmanager auf einem oder beiden Systemen einrichten willst, installierst du die passende Programmversion, legst eine Datenbank mit Master-Passwort an und verbindest den Browser über KeePassXC-Browser.
KeePassXC auf macOS oder Linux installieren
Die offizielle KeePassXC-Anleitung nennt für macOS den DMG-Installer und Homebrew Cask. Unter Linux gibt es AppImage, Snap und Pakete für Distributionen wie Ubuntu, Debian, Arch Linux, Gentoo, Fedora, CentOS und openSUSE.
- Lade KeePassXC über die Projekt-Downloadseite oder GitHub Releases herunter. Prüfe die Signatur der Installationsdatei anhand der zum Release veröffentlichten Signatur.
- Wähle unter macOS den DMG-Installer oder Homebrew Cask. Beim DMG öffnest du die Datei und ziehst KeePassXC in den Programme-Ordner.
- Wähle unter Linux das passende AppImage, Snap-Paket oder Distributionspaket.
Das englischsprachige Video von Easy Tech Steps zeigt die DMG-Installation auf macOS und das Anlegen einer KDBX-Datenbank.
Eine KDBX-Datenbank erstellen
Der Einrichtungsassistent führt dich durch die Datenbank und ihre Verschlüsselungseinstellungen. Eine längere Entschlüsselungszeit erhöht laut KeePassXC den Schutz, verlängert aber auch das Öffnen der Datenbank.
- Erstelle in KeePassXC eine neue Datenbank und gib ihr einen Namen. Eine Beschreibung kannst du ergänzen.
- Prüfe die Verschlüsselungseinstellungen. Passe die Entschlüsselungszeit nur an, wenn du ein anderes Verhältnis zwischen Schutz und Öffnungsdauer möchtest.
- Vergib ein langes, zufällig erzeugtes Master-Passwort. Ein Schlüsseldatei kannst du optional als zusätzlichen Faktor verwenden; KeePassXC nennt auch YubiKey und OnlyKey als Optionen am Entsperrbildschirm.
- Speichere die Datenbank mit der Dateiendung
.kdbx.
Geht das Master-Passwort verloren, kann die Datenbank dauerhaft unzugänglich werden. Bewahre es deshalb so auf, dass du es wiederfinden kannst.
KeePassXC-Browser verbinden
Für die Browseranbindung brauchst du die Erweiterung KeePassXC-Browser. Die Anleitung nennt Google Chrome, Vivaldi, Brave, Firefox, Tor Browser, Microsoft Edge und Chromium als unterstützte Browser. Die offizielle Schrittfolge zur Browser-Integration lautet:
- Installiere KeePassXC-Browser in deinem Browser.
- Aktiviere in KeePassXC unter den Einstellungen die Browser-Integration und wähle den verwendeten Browser aus.
- Entsperre die Datenbank.
- Öffne oder starte den Browser neu und wähle das Symbol der Erweiterung.
- Verbinde die Erweiterung mit KeePassXC und bestätige einen eindeutigen Namen für die Verbindung.
Verwende für jede Verbindung einen eigenen Namen. Wird ein Name wiederverwendet, kann KeePassXC die vorherige Browserverbindung überschreiben und den Zugriff verhindern.
Unter Linux sind Browserpakete als Flatpak oder Snap laut KeePassXC im Allgemeinen nicht unterstützt; als Ausnahme nennt die Anleitung Firefox als Snap unter Ubuntu. Diese Einschränkung betrifft die Browserpakete. KeePassXC selbst wird für Linux ebenfalls als Snap angeboten.
Die Datenbank in der Cloud speichern
KeePassXC erlaubt, die verschlüsselte KDBX-Datei in einem Cloud-Speicher abzulegen. Als Beispiele nennt das Projekt OneDrive, Dropbox, Google Drive, Nextcloud und Syncthing. Es empfiehlt einen Speicherdienst mit automatischen Sicherungen oder Versionsverlauf, damit sich eine ältere Dateiversion wiederherstellen lässt. Die Anleitung von KeePassXC zu Speicher und Sicherungen beschreibt die Ablage der verschlüsselten Datei und empfiehlt Versionsverlauf.
Auto-Type und weitere Funktionen
KeePassXC führt neben der Browser-Integration auch Auto-Type, eine Kommandozeilenschnittstelle, SSH Agent und FreeDesktop.org Secret Service als Funktionen auf. Für Auto-Type nennt die Anleitung unter Linux die Tastenkombination Ctrl+Shift+V; auf macOS ersetzt Cmd die Taste Ctrl, also lautet die Kombination Cmd+Shift+V.
Die Einrichtung prüfen
- Öffne die gespeicherte
.kdbx-Datei in KeePassXC und entsperre sie mit deinem Master-Passwort. - Stelle über KeePassXC-Browser eine Verbindung her und bestätige einen eindeutigen Verbindungsnamen.
Wenn beide Schritte funktionieren, ist die Datenbank eingerichtet und die Browser-Erweiterung verbunden.