Auf einer sechstägigen Reise durch Thailand nutzte eine Person eine Rokid-Brille und eine Alibaba Qwen S1. Freihändiges Filmen erwies sich dabei als besonders nützlich. Für Übersetzung und Navigation griff die reisende Person jedoch wiederholt zum iPhone.

Sechs Tage Thailand mit zwei KI-Brillen

Beide Brillen hatten ein Display und wurden mit Apps für den chinesischen Heimatmarkt verwendet. Die Beobachtungen stammen aus dieser einen Reise und beschreiben konkrete Situationen, nicht einen standardisierten Produktvergleich.

Übersetzung zwischen Buffet, Fähre und Speisekarte

Bei einem Versuch übersetzte die Rokid-Brille thailändische Beschriftungen am Buffet in etwa zwei bis drei Sekunden ins Chinesische. Bei Gesprächen setzte die Übersetzung dagegen oft erst 10 bis 20 Sekunden nach dem Ende des Gesagten ein.

Auf einer lauten Fähre erfasste die Brille nach der Schilderung der reisenden Person statt der thailändischen Durchsage ein chinesisches Gespräch in der Nähe und übersetzte dieses ins Chinesische. In einem Tee-Laden lasen die Brillen eine thailändisch-englische Speisekarte laut vor, statt die gewünschten Namen in der passenden Form zu übersetzen. Die Übersetzung erschien anschließend in der App auf dem Smartphone.

Auch bei Fragen zu Speisen und Sehenswürdigkeiten fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. In einem Restaurant beschrieb die visuelle Erkennung Gerichte, verwechselte aber einen frittierten Garnelenkuchen mit einem frittierten Fischkuchen. Am Großen Palast lieferte die Rokid-Brille allgemeine historische Erläuterungen, erkannte jedoch die konkrete mythologische Szene auf einem Wandbild nicht. Bei einer Fahrt auf dem Fluss beschrieb sie den Großen Palast und Wat Arun.

Die in Thailand verwendete Rokid-Version war mit Amap verbunden. Für eine Route zum Fährterminal ließ sich damit nicht die gewünschte Navigation über Google Maps nutzen; die reisende Person nahm stattdessen ihr iPhone zur Hand.

Die im Reisebericht beschriebene Auslandsvariante von Rokid verwendete Google Maps über eine separate App. Zum Wechseln zwischen den Versionen mussten die Bluetooth-Kopplung gelöscht und die Brille neu verbunden werden.

Freihändiges Video und Grenzen der Aufnahme

Die reisende Person beschrieb das Aufnehmen aus der Ich-Perspektive als den nützlichsten Einsatz der Brillen auf der Reise. Beim Parasailing auf Koh Lan endete die Aufnahme mit der Alibaba Qwen S1 in der beschriebenen Situation nach einer Minute. Wegen des Windgeräuschs reagierte die Sprachsteuerung nicht; die Aufnahme wurde manuell über die Kamerasteuerung gestartet.

Während einer 20- bis 30-minütigen Khon-Aufführung zeichnete die Rokid-Brille laut der Schilderung höchstens zehn Minuten auf. Die Aufnahmen waren damit für spontane Eindrücke praktisch, deckten die genannten längeren Situationen aber nicht vollständig ab.

Tragekomfort, Laden und Bezahlen unterwegs

Bei hellem Tageslicht ließ sich das Display laut der reisenden Person schwer ablesen. Nach ungefähr einer Stunde Tragezeit verursachte der Nasensteg Beschwerden. Während eines Vormittags am Großen Palast musste die Person die Brillen dreimal laden. Auf einer Fahrt mit dem Schnellboot starteten zudem wiederholt Szenenanalysen, die nach ihrer Einschätzung Akku verbrauchten.

Auch den Versuch, im Ausland mit einer der beiden Brillen zu bezahlen, konnte die reisende Person nicht abschließen.