Laut einem Bericht der Europäischen Weltraumorganisation ESA vom 8. Oktober 2026 war der Mondflug des Landers Griffin-1 für später im Jahr 2026 geplant. An Bord soll LandCam-X, eine kompakte Kameranutzlast, während des Mondorbits und des Abstiegs hochauflösende Bilder der Oberfläche aufnehmen. Zusammen mit Navigationsdaten sollen diese Bilder helfen, Verfahren für künftige bildgestützte Mondlandungen zu bewerten.

Die geplante Rolle von LandCam-X

Das belgische Unternehmen OIP Space Instruments entwickelte und baute LandCam-X. Die Kamera soll die Mondoberfläche über mehrere Stunden während des Orbits und des Abstiegs bis zur Landung erfassen. So entstehen Bilddaten für die Analyse des geplanten Landeablaufs.

Bilder und Navigationsdaten im Zusammenspiel

Während LandCam-X Bilder aufnehmen soll, wird Griffin-1 laut ESA mit seinem Navigationssystem Position, Geschwindigkeit, Lage und Winkelgeschwindigkeit erfassen. Diese Werte beschreiben, wo sich der Lander befindet, wie schnell er sich bewegt und wie er ausgerichtet ist.

ESA und Nutzer in Europa wollen Bild- und Navigationsdaten zusammenführen, um die Flugbahn zu rekonstruieren und den Landeablauf auf der Erde nachzuvollziehen. Die Auswertung soll außerdem helfen, bildgestützte Navigationsalgorithmen zu prüfen und zu verbessern – darunter Verfahren zur Positionsbestimmung und zur Erkennung von Gefahren auf der Oberfläche.

Wer die Nutzlast entwickelt und transportiert

Die ESA beauftragte das französische Unternehmen Lunar Logistics Services damit, die Lieferung zum Mond zu organisieren. Lunar Logistics Services arbeitet dafür mit Voyager Technologies zusammen, dem Anbieter des Griffin-1-Landers. Die ESA bezeichnete LandCam-X als ihre erste Nutzlast, die über einen kommerziellen Mondtransportdienst fliegen soll.

Integration und Umwelttests

LandCam-X war laut ESA bereits früher im Jahr 2026 in Griffin-1 integriert worden; anschließend begannen die Umwelttests.