Sind Sie genervt von der Überlastung durch mehrere drahtlose Netzwerke? Verlieren Ihre Geräte ständig die Verbindung? Der Markt bietet verschiedene Lösungen, aber Spezialisten arbeiten seit Jahren an dem, was ein endgültiger Ersatz für das herkömmliche WiFi sein könnte: LiFi, das auf Licht basiert. Eine Studentin der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden hat LiFi so optimiert, dass es Infrarotfrequenzen nutzt. Erste Labortests zeigen eine Geschwindigkeit von 42,8 Gigabit pro Sekunde. Wo müssen wir unterschreiben?
Persönlich habe ich keine großen Probleme mit Überlastung, aber einige Freunde und Kollegen haben erlebt, wie ihre Gegend zu einem WiFi-Albtraum wurde, mit mehreren Netzwerken, die dieselben Kanäle belegen, Interferenzen verursachen und die Leistung aller Geräte beeinträchtigen. Die Hauptempfehlung in solchen Fällen ist, auf 5 GHz umzusteigen und sich über diesem Rauschen zu positionieren. Es gibt jedoch Besseres in Aussicht, und eines davon ist das LiFi. Die ersten Demonstrationen dieser Technologie waren sehr beeindruckend: Der Benutzer muss sein Gerät nur unter eine spezielle LED-Lampe halten, um Daten zu empfangen – und genau das ist die Schwachstelle: Niemand möchte den ganzen Tag das Licht anlassen, um Internetzugang oder Streaming im lokalen Netzwerk zu haben.
Die neue Infrarot-Variante
Die neuesten Entwicklungen rund um LiFi führen uns zur Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden, wo die Studentin Joanne Oh (inzwischen PhD) zusammen mit einem Forscherteam eine neue Variante von LiFi auf Basis von Infrarotlicht entwickelt hat. Obwohl wir infrarotes Licht seit Jahrzehnten zur Datenübertragung nutzen (die Fernbedienung Ihres Fernsehers ist ein gutes Beispiel), liegt der Unterschied hier in einer Reihe von „Lichtantennen“, die Strahlen in verschiedenen Winkeln und Wellenlängen aussenden. Die Interferenz wird auf null reduziert, da die Antennen in der Lage sind, jedem Gerät eine eigene Wellenlänge zuzuweisen – und das funktioniert auch in der Nähe von WiFi-Netzwerken. Die Frequenzen liegen bei etwa 200 Terahertz, mit Wellenlängen über 1.500 Nanometern.
Und nun das Beste: Wie schnell ist dieses LiFi? Über eine Distanz von zweieinhalb Metern erreichte Joanne Oh einen Spitzenwert von 42,8 Gigabit pro Sekunde – über 100-mal mehr, als ein durchschnittlicher Router liefern kann. Das „Sternchen“ bei dieser Messung: Sie gilt nur für Downloads; der Upload läuft weiterhin über konventionelle Signale.
Wie lange müssen wir warten, bis etwas Derartiges im Regal steht? Etwa fünf Jahre... mindestens.