Meta teilte am 5. November 2026 mit, vier geplante Aktualisierungen seiner Vertragsbedingungen auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Sie sollten am 20. November nicht in Kraft treten; laut Meta galten die bisherigen Bedingungen weiter. O Globo berichtete am 6. November, die Aussetzung gelte weltweit.

Metas Pause betrifft Vertragsentwürfe. Die Verfügung aus São Paulo ist eine eigenständige vorläufige Gerichtsmaßnahme.

Welche Vertragsänderungen Meta aussetzte

Die Mitteilung, die das Nieman Journalism Lab zitierte, nannte vier Updates: die Meta Commercial Terms, die Product Catalog Terms, die Self-Serve Ad Terms und die Ad Creative Generative AI Terms. Meta erklärte, keines davon werde zum zuvor vorgesehenen Termin am 20. November wirksam.

Was das Gericht in São Paulo verfügte

Am 3. November 2026 erließ São Paulos 44. Zivilkammer nach übereinstimmenden Berichten eine vorläufige Verfügung auf Antrag der Associação Nacional de Jornais (ANJ), der Associação Brasileira de Emissoras de Rádio e Televisão (ABERT) und der Associação Nacional de Editores de Revistas (ANER). Die Berichte nennen Richter Guilherme Madeira Dezem.

Der Verfügung zufolge sollte Meta die nicht genehmigte Sammlung und Nutzung von Inhalten der von den Verbänden vertretenen Medien unterlassen, auch für die Entwicklung und das Training von KI-Systemen. Betroffen seien Inhalte auf den Websites der Medien ebenso wie auf Meta-Diensten. Zu den genannten Formaten zählen Artikel, Fotos, Videos, Illustrationen, Sendungen und audiovisuelle Werke.

Die Medien sollten außerdem ihre Konten, Seiten und Werkzeuge auf Meta-Diensten weiter nutzen können, ohne wegen einer Ablehnung der vorgeschlagenen Bedingungen bestraft zu werden. Valor International bezifferte das angedrohte Zwangsgeld auf 1 Mio. R$ pro Tag, höchstens 100 Mio. R$ insgesamt. Der Bericht beschrieb die Verfügung als vorläufig und bis zu einem abschließenden Urteil geltend.

Der Entwurf änderte sich bereits im Oktober

Die Vertragsaussetzung und die gerichtliche Verfügung betreffen unterschiedliche Vorgänge: Meta pausierte geplante Vertragsänderungen, während das Gericht laut Berichten die Nutzung von Inhalten der vertretenen Medien beschränkte. RSF berichtete, Meta habe am 16. Oktober das Wort „train“ aus dem Vertragsentwurf entfernt. Weitreichende Erlaubnisse zur Sammlung von Inhalten für Werbung und kommerzielle Produkte seien darin jedoch geblieben.