Meta kündigte am 12. Oktober 2026 Muse Wonder und Muse Wonder Full an. Der entscheidende Unterschied für Entwickler: Meta ordnet Muse Wonder dem Meta Model API und Muse Code zu, Muse Wonder Full dagegen bestimmten Muse-Code-Tarifen. Meta stellte die Modelle in seinem Forschungsblog vor.

Meta kündigte zwei Modelle mit verschiedenen Zugangswegen an

Meta stellt Muse Wonder und Muse Wonder Full im englischsprachigen Ankündigungsvideo vor.

Meta bezeichnete Muse Wonder und Muse Wonder Full als seine bislang leistungsfähigsten Modelle. Das Unternehmen stellte sie für Aufgaben mit KI-Agenten in Aussicht, darunter Programmierarbeit und mehrstufige Abläufe. Außerdem kündigte Meta an, Muse Wonder solle künftig zunächst Funktionen in seinem persönlichen KI-Assistenten Muse für Abonnenten antreiben.

Active Memory und Active Focus beschreiben unterschiedliche Funktionen

Active Memory soll hilfreichen Kontext aus früheren Gesprächen übernehmen und für die aktuelle Aufgabe abrufen. Active Focus soll Meta zufolge bei Hindernissen weiterarbeiten, alternative Ansätze ausprobieren und sich auf neue Informationen einstellen. Wenn nötig, soll das Modell nachfragen und vor wichtigen Aktionen Rücksprache halten. Meta beschreibt beide Funktionen in seinem Forschungsbeitrag.

Diese Beschreibungen betreffen die von Meta vorgesehenen Modellfunktionen. Welche Aktionen ein Agent tatsächlich ausführen kann, hängt auch von den verbundenen Werkzeugen und den dafür geltenden Kontrollen ab.

Die beiden Varianten haben unterschiedliche Zugangswege

Meta ordnet die Modellvarianten in seiner Entwicklerdokumentation und den Angaben zu Muse Code verschiedenen Zugangswegen zu:

ModellMeta Model APIMuse Code
Muse WonderIm Standardmodus verfügbarPay-as-you-go und alle Abonnementtarife
Muse Wonder FullNicht verfügbarPower Usage und Maximum Usage

Für die API nennt Meta das Modell muse-wonder-1.0. Muse Wonder nimmt Text, Bilder, Videos, Audio und PDF-Dateien entgegen, gibt Text aus und hat ein Kontextfenster von 1.048.576 Tokens. Meta dokumentiert Wonder Full als eigene, leistungsstärkere Variante. Die Reasoning-Einstellung max bei Muse Wonder wählt nicht Wonder Full aus.

API-Kosten und Datennutzung hängen vom Modus ab

Meta setzt die Preise für Muse Wonder im Standardmodus des Model API pro eine Million Tokens an. Eingabe-Tokens kosten 4 US-Dollar, zwischengespeicherte Eingabe-Tokens 0,20 US-Dollar und Ausgabe-Tokens 20 US-Dollar. Für die Websuche als zusätzliche Funktion berechnet Meta 2,50 US-Dollar je 1.000 Suchanfragen. Die Preise und Abrechnungsbedingungen führt Meta in seiner API-Dokumentation auf. Diese nutzungsabhängigen API-Gebühren sind von Muse-Code-Abonnements zu unterscheiden.

Meta zufolge verwendet der Standardmodus des Model API eingereichte Prompts, Code, Dateien, Kontext und Modellantworten nicht zum Training seiner Modelle. Muse-Code-Abonnements starten dagegen im Contributor-Modus, der die Verwendung eingereichter Inhalte für das Training künftiger Modelle erlaubt. Nutzer können diese Einstellung für künftig eingereichte Inhalte ausschalten. Meta erläutert die Modi und ihre Einstellungen in den Dokumentationen zu Preisen und Muse-Code-Abonnements.

Artificial Analysis zeigt eine datierte Ranglistenaufnahme

Artificial Analysis führte Muse Wonder Full (Max) in der am 13. Oktober 2026 angezeigten Intelligence-Index-Aufnahme mit 56 Punkten auf Rang vier unter 689 Modellen seiner Vergleichsklasse. Die Rangliste von Artificial Analysis ist eine zeitgebundene Beobachtung. Für den Startzeitraum hatte Trending Topics am 12. Oktober eine separate Aufnahme mit 55,8 Punkten und Rang zwei gemeldet. Trending Topics berichtete über diesen früheren Stand.