Microsoft verfolgt den Plan, Copilot für private und berufliche Nutzung zusammenzuführen und eigene KI-Fähigkeiten auszubauen. Fast Company berichtete am 28. Oktober 2026 über das Vorhaben. Microsoft beschreibt zugleich Copilot Home als Zugang zu Chat und Cowork über Microsoft Frontier und Autopilot als cloudbasierten persönlichen Agenten in einer privaten Vorschauphase.

Ein Copilot für mehrere Angebote

Der geplante Verbund soll persönliche und berufliche Nutzung sowie Chat, Code, Cowork, Autopilot und Copilot in Word, Excel und PowerPoint umfassen. Charles Lamanna, Microsofts Vizepräsident für Copilot, Agents und Platform, beschrieb gegenüber Fast Company eine gemeinsame Copilot-Grundlage, obwohl die Oberflächen je nach Produkt unterschiedlich aussehen können. Es geht also um die Verbindung mehrerer Angebote, nicht um eine einzige identische Benutzeroberfläche.

Was Microsoft zu Home und Autopilot sagt

Microsoft beschreibt Home als eine Ansicht, die Chat und Cowork zusammenführt und über Microsoft Frontier verfügbar ist. Autopilot sei ein cloudbasierter persönlicher Agent mit eigener Identität und Erinnerung. Er nutzt laut Microsoft Microsoft 365 und Work IQ und soll innerhalb organisatorischer Schutzvorgaben handeln. Microsoft kennzeichnet Autopilot als Private Preview.

Damit sind Home und Autopilot unterschiedliche Bestandteile des Copilot-Angebots: Home bündelt Chat und Cowork, während Autopilot als Agent beschrieben wird. Die Copilot-Produktseite von Microsoft nennt diese Funktionen und Zugangsformen.

Was die internen Autopilot-Zahlen messen

Fast Company berichtete für eine frühe Autopilot-Version, die überwiegend lokal lief, von 40.000 wöchentlich aktiven Nutzern innerhalb Microsofts und einer Wochen-zu-Woche-Retention von 77 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich auf interne Nutzung der frühen Version, nicht auf Kundennutzung.

Microsofts aktuelle Produktbeschreibung bezieht sich dagegen auf einen cloudbasierten Autopilot in der Private Preview. Die internen Kennzahlen der frühen, überwiegend lokal laufenden Version beschreiben daher eine andere Produktstufe.

KI verändert auch Microsofts interne Arbeit

Microsoft richtete einen internen KI-Austausch ein, um Wissen zwischen Teams schneller zu teilen. Fast Company beschrieb einen wöchentlichen Teams-Termin mit 130 bis 170 Teilnehmenden und einen asynchronen Kanal mit rund 1.000 Mitgliedern. Copilot Tasks wurde laut dem Bericht zu Copilot Cowork weiterentwickelt. Daran hätten 30 bis 40 Mitarbeitende acht Wochen lang gemeinsam in einem Raum gearbeitet.

Microsofts Mitarbeitende beschrieben außerdem, dass KI beim Schreiben von Code Aufgaben verschiebt: Weniger Zeit entfällt auf das Verfassen von Code, mehr auf Prüfung, Verifikation, Sicherheit, Compliance und Abstimmung. Kevin Scott, Technikchef von Microsoft, sagte laut Fast Company, KI schreibe derzeit den Code für neue Projekte. Caitie McCaffrey aus Microsofts technischem Team hob die Codeprüfung als Engpass hervor.

Eigene Modelle und bezahlte Copilot-Lizenzen

Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, beschrieb das Ziel, eigene Spitzenmodelle für Microsoft-Produkte sowie für agentisches Programmieren und Wissensarbeit in Unternehmen anzupassen. Seine Prognose, Microsoft werde 2027 die besten Modelle der Welt hervorbringen, ist eine Vorhersage und kein bereits erreichtes Ergebnis.

Microsoft 365 Copilot hatte laut Fast Company im April 2026 20 Millionen bezahlte Lizenzen. Im Juli 2026 sagte CEO Satya Nadella in einer Ergebnispräsentation, die Zahl habe 30 Millionen überschritten. Lizenzzahlen erfassen bezahlte Zugänge, nicht, wie häufig einzelne Beschäftigte Copilot tatsächlich nutzen.