Viele Sammler geben sich große Mühe, ihre Retro-Geräte in gutem Zustand zu halten. Es gibt sogar neue Teile und Reproduktionen von Komponenten, die den einwandfreien Betrieb gewährleisten. Doch es gibt auch Software, die es uns ermöglicht, moderne Werkzeuge trotz der Einschränkungen der ursprünglichen Hardware zu nutzen. Eines der besten Beispiele ist MicroWeb, ein Webbrowser, der speziell für den IBM PC und andere Intel-8088-Computer entwickelt wurde.

Das Web entwickelt sich ständig weiter, daran besteht kein Zweifel … aber diese Entwicklung hat auch dunkle Seiten. Eine davon ist der Link Rot, der zum Verschwinden ganzer Websites führt. Und wir entdecken auch, dass das Web viel Hardware zurückgelassen hat. Jeder, der heute mit einem Netbook aus dem Jahr 2010 versucht zu surfen, weiß, dass der JavaScript-Sturm einen bescheidenen Computer auffressen wird, unabhängig vom Betriebssystem oder der Verbindungsgeschwindigkeit.

Es gibt jedoch viele Enthusiasten, die bereit sind, das Web so zu „anpassen“ oder „filtern“, dass man mit alten Geräten surfen kann. Portale wie FrogFind und 68k.news von Action Retro leisten hervorragende Arbeit, aber es fehlt ein Browser in der Gleichung, und so kommen wir zu MicroWeb. Dieses Projekt von „jhhoward“ auf GitHub bietet ein ganz besonderes Fenster zum Web, gedacht für alle, die noch ihre IBM PCs oder MS-DOS-kompatiblen Rechner verwenden.

Mit MicroWeb unter MS-DOS surfen

Das von Al von Al’s Geek Lab veröffentlichte Video gibt uns eine ziemlich solide Vorstellung davon, was MicroWeb kann und welche wichtigsten Einschränkungen es hat. Ein positiver Aspekt des Browsers ist, dass seine Anforderungen kein Hexenwerk sind: Es ist nicht einmal zwingend, über 640 Kilobyte RAM zu verfügen (obwohl der Entwickler es empfiehlt). Das Gleiche gilt für die Maus (optional, empfohlen), und die Unterstützung für Grafikkarten ist recht breit. Wenn die Grafikkarte Hercules, CGA, EGA oder VGA ist, sollte MicroWeb funktionieren.

MicroWeb: Mit einem IBM PC von 1981 im Web surfen
Es ist reiner Text, aber die Oberfläche verfügt über einfache Grafiken

Tatsächlich ist auch die Netzwerkkarte optional. Mit Hilfe des EtherSLIP-Treibers kann der Benutzer MicroWeb so konfigurieren, dass es über eine serielle Schnittstelle surft. Offensichtlich werden HTTPS, CSS und JavaScript nicht unterstützt (ein Tipp: nutze FrogFind!), und der Browser kürzt zu lange Seiten, um Speicher zu sparen. Eine weitere Einschränkung ist das Fehlen des Mauszeigers im Hercules-Modus, aber ich stelle mir vor, dass sich das in Zukunft ändern wird. Link unten!

Offizielle Website und Download: Klicken Sie hier