Letzte Woche haben wir uns die Vorzüge von Andromo angesehen, einer Plattform, mit der sich Android-Apps entwickeln lassen, ohne auch nur eine Zeile Code zu schreiben. Doch wir haben erfahren, dass das MIT eine sehr ähnliche Alternative anbietet: MIT App Inventor, das den Vorteil hat, Tutorials für Anfänger zu bieten und vollständig kostenlos zu sein.
Niemand bezweifelt, dass die Nachfrage besteht. Eine große Anzahl von Nutzern möchte ihre Ideen in eine mobile App umsetzen, aber der Mangel an Programmierkenntnissen hält sie zurück. Das Konzept der visuellen Programmierung soll die Komplexität des Codes beseitigen (oder zumindest einschränken) und aus bestimmter Sicht kann man von einer „Demokratisierung“ der App-Entwicklung sprechen. Natürlich kann ein Programmierer Dutzende von Gründen nennen, warum man Code lernen sollte, aber das ist der Kern: Lernen. Wenn wir neue Ideen aufnehmen und Fehler machen, warum nicht auf die freundlichste Art und Weise?
Erstelle deine erste Android-App mit MIT App Inventor
So kommen wir zu MIT App Inventor. Sein ursprünglicher Start geht auf Dezember 2010 zurück, und seitdem ermöglicht es die Erstellung von über 34 Millionen Apps, von kleinen persönlichen Tests bis zu fortgeschrittenen Elektronikprojekten, darunter alle Arten von Spielen und Multimedia-Elementen. Der erste Schritt ist die Einrichtung eines Android-Smartphones oder -Tablets, um unsere App dort zu testen. Die Verantwortlichen von App Inventor empfehlen die Installation ihrer offiziellen App, damit der Verbindungsprozess viel einfacher ist, mit QR-Codes.
Danach öffnen wir den Editor, und dafür benötigen wir kompatible Anmeldeinformationen (ein Google-Konto ist mehr als ausreichend). Der Editor ist in fünf Hauptmodule unterteilt: die Palette, die alle Komponenten enthält, die wir in unserer App hinzufügen können, der Betrachter, der uns zeigt, wie die App aussehen wird, das Komponentenfenster, das die vollständige Liste anzeigt, der Abschnitt Medien zum Laden von Bildern und Tönen in unsere App, und schließlich das Eigenschaften-Panel, in dem wir visuelle Merkmale der App und ihrer Module ändern können.
Wenn du vorher nichts Ähnliches benutzt hast, ist die Empfehlung, eines der Tutorials auszuwählen und die darin vorgeschlagene App Schritt für Schritt zu erstellen. Auf diese Weise wird dir die Oberfläche viel vertrauter. Die Zuweisung von Funktionen ist an der Sprache Scratch (ebenfalls vom MIT) inspiriert, das heißt, alles läuft darauf hinaus, kleine Blöcke zu ziehen, damit sie zusammenpassen. Mittlerweile ist die Oberfläche teilweise auf Deutsch übersetzt, aber das gilt nicht für die Tutorials. Trotzdem sind die visuellen Anleitungen solide, und ich glaube nicht, dass du Probleme haben wirst. Worauf wartest du? Geh zu MIT App Inventor und erstelle deine erste App!
(Anm. d. Red.: Wir danken dem Leser Dario Martin für die Empfehlung von App Inventor.)
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